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Sorge vor Handelskrieg trübt Konjunkturaussichten

Container im Umschlagbahnhof Ulm. Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung ZEW hat seine Konjunkturerwartungen verüffentlicht. Foto: Stefan Puchner Container im Umschlagbahnhof Ulm. Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung ZEW hat seine Konjunkturerwartungen verüffentlicht.
Mannheim. 

Die Sorge vor einem weltweiten Handelskrieg hat die Stimmung deutscher Finanzexperten auf den tiefsten Stand seit fast sechs Jahren gedrückt.

Die Konjunkturerwartungen des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) sind im Juli um 8,6 Punkte auf minus 24,7 Zähler gefallen, wie das Forschungsinstitut am Dienstag in Mannheim mitteilte. Das ist der niedrigste Stand seit August 2012. Analysten hatten einen deutlich weniger starken Rückgang erwartet.

„Vor allem die Befürchtung einer Eskalation des internationalen Handelskrieges mit den Vereinigten Staaten belastet den konjunkturellen Ausblick”, kommentierte ZEW-Präsident Achim Wambach. Die zuletzt positiven Nachrichten zur deutschen Industrieproduktion und zu den Auftragseingängen würden von den erwarteten negativen Wirkungen auf den Außenhandel deutlich überkompensiert.

Auch die aktuelle Lage wurde von den befragten Experten schwächer eingeschätzt. Hier fiel der entsprechende Indikator im Juli um 8,2 Punkte auf 72,4 Zähler. „Mit der Veröffentlichung verdichten sich einmal mehr die Hinweise, dass die konjunkturelle Dynamik in Deutschland an Schwung verliert”, sagte Experte Patrick Boldt von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba).

An der Umfrage des ZEW hatten sich 201 Analysten und institutionelle Anleger beteiligt.

(dpa)
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