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Sorgen um die Ukraine-Krise belasten den Dax

Frankfurt/Main. 

Sorgen über die anhaltende Ukraine-Krise haben die Stimmung am deutschen Aktienmarkt zum Wochenausklang etwas getrübt. Der Dax fiel nach zwei freundlichen Handelstagen am Freitag um 0,27 Prozent auf 9581,45 Punkte.

Auch Deutschlands Exportstärke hatte erneut einen Dämpfer erlitten: die Ausfuhren hatten im März im zweiten Monat in Folge nachgegeben. Auf Wochensicht behauptete der deutsche Leitindex aber ein Plus von 0,27 Prozent. Der MDax trat am Freitag mit einem Plus von 0,05 Prozent auf 16 302,19 Punkte nahezu auf der Stelle. Der TecDax legte um 0,52 Prozent auf 1235,86 Punkte zu.

In der Ostukraine soll am Sonntag, ungeachtet eines Appells des russischen Präsidenten Wladimir Putin, ein Unabhängigkeitsreferendum abgehalten werden. Damit stehen die Zeichen weiter auf Konfrontation. «Die Spannungen in der Ukraine werden noch eine ganze Weile die Stimmung dämpfen und für Risiken sorgen», sagte ein Marktstratege vom Broker ETX Capital.

Nach der Flut von Quartalsberichten in den vergangenen drei Tagen blieb es auf Unternehmensseite vergleichsweise ruhig. Die Aktien der Merck KGaA legten um 0,45 Prozent zu. Der Darmstädter Pharma- und Chemiekonzern ist nach der Übernahme der britischen AZ Electronic an weiteren Zukäufen interessiert. Zudem wurde das Unternehmen bei der Suche nach einem neuen Finanzvorstand beim Konsumgüterhersteller Henkel fündig: Marcus Kuhnert soll das Ressort ab August übernehmen.

Die Papiere von Fresenius verteuerten sich um 1,84 Prozent. Der Medizinkonzern will seine Infusions- und Generikasparte Kabi mit der Übernahme des brasilianischen Pharmaunternehmens Novafarma Indústria Farmaceutica stärken. Spitzenreiter im Dax waren die Aktien von K+S nach einem positiven Analystenkommentar. Die Titel des Dünger- und Salzproduzenten verteuerten sich um mehr als zwei Prozent. Schlusslicht waren Commerzbank-Papiere, die in einem europaweit schwachen Marktumfeld für Bankenaktien mehr als drei Prozent einbüßten.

Im MDax sprangen die Salzgitter-Papiere nach Quartalszahlen mit einem Plus 4,66 Prozent an die Spitze. Mit einem überraschend guten Jahresstart hatte der zweitgrößte deutsche Stahlhersteller Hoffnung auf ein Ende seiner Talfahrt gemacht. Ein Plus von 2,43 Prozent verzeichneten die Papiere des Medizintechnikunternehmens Carl Zeiss Meditec. Das Unternehmen hatte im ersten Geschäftshalbjahr von einem starken Japan-Geschäft und einer hohen Nachfrage nach Implantaten gegen trübe Augenlinsen profitiert.

Die wichtigsten europäischen Aktienindizes gaben nach. Der EuroStoxx 50 fiel um 0,63 Prozent auf 3184,09 Punkte. Der CAC 40 in Paris sank ähnlich deutlich, während es für den FTSE 100 in London nur moderat nach unten ging. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial war zum europäischen Börsenschluss kaum verändert.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,25 Prozent am Vortag auf 1,21 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,17 Prozent auf 135,28 Punkte. Der Bund Future gewann 0,03 Prozent auf 144,86 Punkte. Der Kurs des Euro fiel auf 1,3766 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,3781 (Donnerstag: 1,3953) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7256 (0,7167) Euro.

(dpa)
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