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Streik bei Frankreichs Bahn verschärft sich wieder

Arbeiter des staatlichen Bahnbetreibers SNCF am Bahnhof Gare du Nord. Der Streik französischer Eisenbahner gegen eine Bahnreform hat nach einer eher schwächeren Phase wieder deutlich angezogen. Foto: Francois Mori Arbeiter des staatlichen Bahnbetreibers SNCF am Bahnhof Gare du Nord. Der Streik französischer Eisenbahner gegen eine Bahnreform hat nach einer eher schwächeren Phase wieder deutlich angezogen.
Paris. 

Der Streik französischer Eisenbahner gegen die Bahnreform der Pariser Regierung hat nach einer eher schwächeren Phase wieder deutlich angezogen.

Rund 27,6 Prozent der Mitarbeiter des staatlichen Bahnbetreibers SNCF streikten, darunter fast drei Viertel aller Lokführer.

Die Beteiligung lag damit deutlich höher als am vergangenen Mittwoch, als 14,5 Prozent aller SNCF-Beschäftigten der Arbeit fernblieben. Zum Auftakt der Protestwelle mit bislang 18 Streiktagen seit Anfang April hatte sich noch gut jeder dritte Eisenbahner beteiligt.

Ein Großteil des Bahnverkehrs in Frankreich lag lahm, zwei Drittel der TGV-Fernverkehrszüge und des Regionalverkehrs fielen aus. Hochgeschwindigkeitsverbindungen nach Deutschland waren laut Ankündigung der SNCF aber kaum betroffen.

Die nächsten Ausstände sind für Freitag und Samstag angekündigt. Die Bahn-Gewerkschaften führen derzeit auch eine Mitarbeiterbefragung zu der umstrittenen Reform durch, mit der sie den Druck auf die Regierung erhöhen wollen.

Sie wehren sich gegen den geplanten Umbau der staatlichen Bahngesellschaft SNCF, der Konflikt gilt als wichtige Kraftprobe für den Reformkurs von Präsident Emmanuel Macron. Neue Mitarbeiter sollen nicht mehr den vorteilhaften Eisenbahner-Status erhalten, außerdem soll der Bahnverkehr für mehr private Konkurrenz geöffnet werden.

(dpa)
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