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Studie: Mehr Jobs in Leihe und Teilzeit

Eine Frau putzt den Fußboden. Leiharbeit, Minijobs und Teilzeit haben weiter zugenommen. Foto: Franziska Kraufmann/Illustration Eine Frau putzt den Fußboden. Leiharbeit, Minijobs und Teilzeit haben weiter zugenommen. Foto: Franziska Kraufmann/Illustration
Düsseldorf/Frankfurt. 

In Deutschland wächst nicht nur die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnisse. Im vergangenen Jahr habe parallel dazu die Zahl der atypischen Jobs noch stärker zugelegt, berichtet das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der gewerkschaftlichen Hans-Böckler-Stiftung heute in Düsseldorf.

Unter dem Begriff „atypisch” werden Teilzeitstellen, Leiharbeit und Mini-Jobs gefasst, die in ihrer Mehrheit auch sozialversicherungspflichtig sind.

Insbesondere die Zahl der Teilzeit- und Leiharbeiter habe 2016 zugenommen, erläuterte Arbeitsmarktexperte Toralf Pusch. Die Zahl der Mini-Jobber sei hingegen um 46 000 Beschäftigte auf 5,14 Millionen zurückgegangen. Zusammen ergeben alle drei Gruppen einen zum Vorjahr leicht gestiegenen Anteil von fast 40 Prozent an allen abhängigen Beschäftigungsverhältnissen. 23 Prozent arbeiteten Teilzeit, wobei das WSI einen weiteren Personenkreis erfasst als das Statistische Bundesamt. 14,1 Prozent der Beschäftigten hatten einen Mini-Job als Hauptverdienst, 2,6 Prozent waren Leiharbeiter.

Das WSI hat die Zahlen der Bundesagentur für Arbeit auch regional aufgearbeitet. Danach ist atypische Beschäftigung am stärksten in den westdeutschen Flächenländern verbreitet mit Schleswig-Holstein (43,3 Prozent) an der Spitze. Im niedersächsischen Delmenhorst waren demnach 55,9 Prozent der Jobs „atypisch”.

(dpa)
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