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Tengelmann-Chef verteidigt Textilproduktion in Bangladesch

Karl-Erivan Haub: «Ich wehre mich dagegen, dass es aufgrund niedriger Preise automatisch zu schlechten Produktionsbedingungen kommen muss». Foto: Henning Kaiser/Archiv Karl-Erivan Haub: «Ich wehre mich dagegen, dass es aufgrund niedriger Preise automatisch zu schlechten Produktionsbedingungen kommen muss». Foto: Henning Kaiser/Archiv
Mülheim/Essen. 

Der Handelskonzern Tengelmann, zu dem der Textildiscounter KiK gehört, hat die Produktion von Kleidung im Billiglohnland Bangladesch verteidigt.

«Ich wehre mich dagegen, dass es aufgrund niedriger Preise automatisch zu schlechten Produktionsbedingungen kommen muss», sagte Tengelmann-Chef Karl-Erivan Haub der in Essen erscheinenden «Westdeutschen Allgemeinen Zeitung» (WAZ). In den Fabriken werde nicht nur für KiK, sondern auch für Markenfirmen genäht.

«Wir hatten in den letzten Jahren begonnen, allein und aus eigener Kraft einige Verbesserungen in den Produktionsländern auf die Beine zu stellen. Das ist uns aber nicht mit großem durchschlagendem Erfolg gelungen», sagte Haub. Mit Blick auf die jüngsten Fabrik-Katastrophen fügte er hinzu, es sei sehr traurig, dass sich die produzierenden Unternehmen erst dadurch zusammengetan hätten.

Im April 2013 war ein Fabrikgebäude in der Nähe der Hauptstadt Dhaka in sich zusammengestürzt, dabei starben mehr als 1100 Menschen, fast 2500 wurden verletzt. Im November 2012 starben mehr als 100 bei einem Brand. Im Billiglohnland Kambodscha sind seit Tagen wegen Streiks und Fabrikschließungen fast alle Textilfabriken geschlossen. Die Arbeiter verlangen mehr Geld.

(dpa)
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