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Stand der Verhandlungen: Tengelmann-Deal soll bis Jahresende über die Bühne sein

JeroenDijsselbloem Foto: Emilio Andreoli (ANSA) JeroenDijsselbloem
Brüssel. 

Die angeschlagene Supermarktkette Kaiser’s Tengelmann soll noch in diesem Jahr von Edeka übernommen werden. Das geht aus einem Brief des Kaiser’s Tengelmann-Aufsichtsrats an die rund 15 000 Beschäftigten des Unternehmens hervor. Im einem zweiten Schritt werde dann Edeka rund die Hälfte der über 120 Filialen im Großraum Berlin, sowie jeweils zwei Filialen in München und in Nordrhein-Westfalen an den Konkurrenten Rewe weitergeben, hieß es weiter.

Der Aufsichtsrat von Kaiser’s Tengelmann wurde gestern von Edeka-Chef Markus Mosa, Rewe-Vorstand Lionel Souque und dem Verdi-Vorsitzenden Frank Bsirske über den Stand der Verhandlungen unterrichtet. Demnach sollen die Verträge zur Übernahme und Aufteilung von Kaiser’s Tengelmann bis zum 2. Dezember unterschriftsreif sein. Rewe habe versprochen seine Klage „dann auch umgehend zurückzuziehen“ und so den Weg für eine Übergabe der Läden zum 31. Dezember freizumachen, heißt es im Mitarbeiterbrief.

Über die Aufteilung der Läden und den Kaufpreis hatten sich Edeka und Rewe bereits in den vergangenen Wochen in einem mühsamen Verhandlungspoker geeinigt. Der Aufsichtsrat betonte, unabhängig davon, ob Betriebsteile von Edeka oder Rewe übernommen würden, seien in allen Fällen die Bedingungen der Ministererlaubnis gültig. Dies sichert den Beschäftigten langfristige Arbeitsplatzgarantien.

Der Kaiser’ Tengelmann-Aufsichtsrat betonte, er sei nach der Unterrichtung durch die Beteiligten nun „zuversichtlich, dass mit dem Vollzug der Ministererlaubnis gerechnet werden kann“.

Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem hat sich skeptisch zu den Steuersenkungsplänen der britischen Regierung geäußert. Der niederländische Finanzminister sieht dafür keine großen Spielräume. „Die Briten besitzen ein hohes Defizit und hohe öffentliche Schulden – anders als die Niederlande“, sagte Dijsselbloem. Zugleich warnte er Großbritannien davor, einen Unterbietungswettbewerb bei den Steuern loszutreten.

Die britische Premierministerin Theresa May hatte angekündigt, das Land wolle künftig die niedrigste Unternehmenssteuer aller G20-Staaten haben. Damit soll eine wirtschaftliche Schwächung Großbritanniens nach einem EU-Austritt verhindert werden. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hatte May daraufhin an die Vereinbarungen auf dem G20-Gipfel in Antalya vor rund einem Jahr erinnert. Dort vereinbarten die Finanzminister der führenden Industrie- und Schwellenländer (G20), unfairen Steuerwettbewerb zu vermeiden und Steuerstricks von Konzernen zu bekämpfen. Einem Zeitungsbericht zufolge will May die Körperschaftsteuer in Großbritannien von 20 auf unter 15 Prozent senken.

(dpa)
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