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Thyssenkrupp-Gespräche zu Stahlfusion auf der „Zielgeraden”

Durchbruch bei ThyssenKrupp: Noch in diesem Monat könnte die Stahlfusion mit Tata beschlossen werden. Doch der Betriebsrat kündigt Widerstand an.
Ein Stahlarbeiter prüft an einem Hochofen bei ThyssenKrupp in Duisburg die Stahlqualität nach dem Abstich. Foto: Roland Weihrauch Ein Stahlarbeiter prüft an einem Hochofen bei ThyssenKrupp in Duisburg die Stahlqualität nach dem Abstich.
Essen. 

Die Verhandlungen über eine mögliche Stahlfusion zwischen dem Europa-Geschäft des Essener Thyssenkrupp-Konzerns und seinem indischen Konkurrenten Tata stehen nach Auskunft des Unternehmens kurz vor dem Abschluss.

Man sei auf der „Zielgeraden”, eine Einigung sei noch in diesem Monat möglich, sagte eine Thyssenkrupp-Sprecherin am Montag in Essen. Das „Manager-Magazin” hatte zuvor darüber berichtet.

Die Gespräche liefen „konstruktiv”, hieß es. Man erwarte nun die Zustimmung durch die zuständigen Gremien. Stahl-Betriebsratschef Günter Back kündigte umgehend den Widerstand der Belegschaft gegen eine mögliche Stahlfusion an.

Der Konzern hatte eine für den Dienstag geplante Sitzung des Aufsichtsrats verschoben. Hintergrund seien die aktuellen Gespräche über strategische Optionen. Der ursprünglich für diese Woche vorgesehene Beschluss des Aufsichtsrats könnte nun voraussichtlich am 23. oder 24. September erfolgen, berichtete das Magazin unter Berufung auf Verhandlungskreise. Es seien noch „kleinere Details” zu klären.

Ein Treffen zwischen Thyssenkrupp-Chef Heinrich Hiesinger und Tata-Eigner Ratan Tata habe vor zwei Wochen den Durchbruch bei den seit dem vergangenen Jahr laufenden Gesprächen gebracht, hieß es. Auch die Anteilseigner unterstützten den Plan. Der Zusammenschluss gelte als einzige Option, die Synergien ermögliche und Wert schaffe, sei bei einem Treffen im Mai festgestellt worden. Hiesinger hatte in der Vergangenheit immer wieder auf Überkapazitäten im Stahlmarkt hingewiesen.

Betriebsratschef Back hielt dagegen an seiner Ablehnung der Pläne fest. Er sehe „klare Parallelen” zu der Fehlentscheidung in Brasilien, sagte Back. Die Stahlinvestition in Amerika hatte den Konzern in eine existenzbedrohende Krise gestürzt. Die Belegschaft werde ihren Widerstand fortsetzen, kündigte Back an.

(dpa)
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