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Trotz des Sex-Skandals: Weiter Reisen für Ergo-Vermittler

Trotz der Affären um Sex-Ausflüge soll es beim Versicherungskonzern Ergo auch künftig Reisen und Wettbewerbe für erfolgreiche Vermittler geben.
Lustreisen auf Kosten des Unternehmens haben beim Versicherungskonzern Ergo für einen Skandal gesorgt. Foto: Martin Gerten Lustreisen auf Kosten des Unternehmens haben beim Versicherungskonzern Ergo für einen Skandal gesorgt. Foto: Martin Gerten
Düsseldorf. 

Trotz der Affären um Sex-Ausflüge soll es beim Versicherungskonzern Ergo auch künftig Reisen und Wettbewerbe für erfolgreiche Vermittler geben.

"Motivation spielt in jedem Vertrieb eine wichtige Rolle", sagte Konzernchef Torsten Oletzky dem Magazin "Focus". "Deswegen halte ich es auch weiterhin für vertretbar, dass es Motivationselemente wie Wettbewerbe und Incentive-Reisen gibt."

Ergo habe sich inzwischen Verhaltensregeln gegeben und die Abteilung verstärkt, die darüber wacht, sagte Oletzky. Einige solcher Reisen hatten in den vergangenen Jahren in zwielichtige Etablissements geführt. Das habe den Ruf des Unternehmens beschädigt, räumte der Ergo-Chef ein.

Im vergangenen Jahr war ein 83 000 Euro teurer Sex-Abend von Ergo-Vertretern in Budapest bekanntgeworden, jetzt bestätigte das Unternehmen Reisen auf Firmenkosten in ein Swingerhotel auf Jamaica und nach Mallorca.

Ob auf der Balearen-Insel Prostituierte bezahlt worden seien, habe nicht aufgeklärt werden können, sagte Oletzky, es stehe "Aussage gegen Aussage". Die Kosten für Jamaica habe Ergo von den externen Vermittlern, die die Reise gebucht hätten, zurückgefordert. Die Verhaltensrichtlinien des Unternehmens erlaubten keinen Aufenthalt in einem Swinger-Hotel, unterstrich der Firmenchef.

"Solche Incentives (Belohnungen) sind nicht mit der Ergo-Unternehmens- und Vertriebskultur vereinbar, und das waren sie auch in der Vergangenheit nicht", betonte Oletzky. Nach den Berichten über Orgien in Budapest hätten weniger als 1000 der 20 Millionen Ergo-Kunden die Verträge gekündigt, aber jede Kündigung sei eine zu viel. Jetzt müsse das Vertrauen der Kunden zurückgewonnen werden, und zwar "durch erstklassige Leistungen und korrektes Verhalten."

(dpa)
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