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Tuning wird elektrisch - „Essen Motor Show” eröffnet

Breite Reifen, glitzerndes Chrom und natürlich ein bärenstarker Motor - so stellen sich viele Tuner bei der „Essen Motor Show” ihr Auto vor. Doch auch die Fahrzeuge der Zukunft mit Elektroantrieb bieten für die Branche neues Potenzial.
Der „School Jet Bus” wird bei einer Vorschau zur „Essen Motor Show” gezündet. Zu der Messe werden Erwartet werden über 300 000 Fans erwartet. Foto: Roland Weihrauch Der „School Jet Bus” wird bei einer Vorschau zur „Essen Motor Show” gezündet. Zu der Messe werden Erwartet werden über 300 000 Fans erwartet.
Essen. 

Auf Deutschland Straßen wächst langsam die Zahl der Elektroautos - und die lautlosen Öko-Fahrzeuge werden damit auch zum Thema für Autotuner.

„Fünf bis acht Prozent der Autos im Verkehr sind individualisiert”, sagte Harald Schmidtke, Geschäftsführer im Verband der Automobil Tuner, am Freitag bei der Eröffnung der Tuningmesse „Essen Motor Show”. „Wir gehen davon aus, dass sich diese Quote langfristig auch auf E-Fahrzeuge übertragen lässt.” Zu der bundesweit führenden Tuning- und Motorsportmesse mit mehr als 500 Ausstellern werden vom 2. bis zum 10. Dezember deutlich mehr als 300.000 Fans erwartet.

Bei Elektroautos werde es vor allem um optisches Tuning gehen, erwarten Fachleute: Spoiler und Sonderlackierungen, auffällige Folien für die Außenhaut, hochwertige Felgen oder edle Ausstattung für den Innenraum - ein künftiges Millionengeschäft. Derzeit sind in Deutschland laut Kraftfahrtbundesamt knapp 46 Millionen Fahrzeuge angemeldet, bis zu 3,7 Millionen davon sind getunt.

Bei der Messe gibt es Designstudien und 2018er Elektro-Serienfahrzeuge vieler Hersteller zu sehen. Daneben gibt es das traditionelle Programm liebevoll aufbereiteter und in der Leistung gesteigerter Fahrzeuge mit Verbrennermotoren fast aller Marken.

Anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Messe werden in einer Sonderausstellung rund 250 leistungsstarke Liebhaberfahrzeuge gezeigt. Zu den Klassikern zählt der ab 1987 gebaute Ferrari F 40, der mit fast 500 PS Tempo 321 schafft, genauso wie der Ford GT 40 aus den 1960er Jahren. Eine moderne Alternative ist ein 330 Stundenkilometer schneller McLaren-Mercedes von 2009 mit 650 PS ohne Dach und Windschutzscheibe. Für den Fahrer sei das wegen des enormen Winddrucks nur mit Helm erträglich, sagte Stefan Eck vom Veranstalter Siha. Etwa 200 der 250 gezeigten Wagen stehen auch zum Verkauf.

(dpa)
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