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US-Arbeitsmarktdaten schieben deutschen Aktienmarkt an

Frankfurt/Main. 

Die jüngsten Daten vom US-Arbeitsmarkt haben den Dax am Freitag weiter in Richtung Rekordhoch geschoben. In der Spitze näherte sich der deutsche Leitindex mit einem Anstieg auf 9721 Punkte seinem im Januar erreichten Rekordhoch bis auf 73 Punkte.

Zum Handelsschluss stand ein Plus von 0,70 Prozent auf 9695,77 Punkte zu Buche. Auf Wochensicht bedeutet das einen Aufschlag von 1,13 Prozent. Für den MDax ging es am Freitag um 0,51 Prozent auf 16 714,25 Punkte nach oben und der TecDax rückte um 0,28 Prozent auf 1273,95 Punkte vor.

Die US-Wirtschaft hatte im März etwas weniger Stellen geschaffen als erwartet. Allerdings wurde zugleich der Jobaufbau für Januar und Februar nach oben gesetzt. Die Zahlen zeigten, dass der Erholungsprozess in den USA fortschreite, schrieb Analyst Ralf Umlauf von der Helaba in einem Kommentar. Das Wachstumsszenario in den USA sei intakt. Die Erwartungen einer Zinswende der US-Notenbank im Jahr 2015 dürften sich mittelfristig verfestigen.

Auf Unternehmensseite galt die Aufmerksamkeit der Börsianer erneut den Aktien von FMC. Sie reagierten negativ auf die Gewinnerwartungen vom Vorabend und schlossen als Dax-Schlusslicht 1,30 Prozent tiefer. Am Donnerstag hatte der Dialysespezialist vor Handelsende mit seinem langfristigen Umsatzausblick gepunktet. Die nach Xetra-Schluss abgegebene Gewinnprognose enttäuschte dagegen.

Am Nachmittag rückten die Aktien des Baustoffkonzerns HeidelbergCement in den Fokus. Der globale Zementmarkt steht möglicherweise vor einer Umwälzung: Die weltgrößten Hersteller Holcim und Lafarge loten einen Zusammenschluss aus. Angesichts der Übernahmefantasie im Sektor kletterten die HeidelCement-Papiere mit einem Plus von 4,30 Prozent an die Dax-Spitze.

Freundlich sah es auch bei den Daimler-Aktien aus. Sie schlossen nach Absatzzahlen mit plus 1,92 auf 71,14 Euro auf den höchsten Stand seit mehr als sechs Jahren. Die Stuttgarter hatten mitgeteilt, im März einen Verkaufsrekord erzielt zu haben. Konkurrent BMW hinkte etwas hinterher - auch bei der Kursentwicklung, die Titel legten lediglich um 0,87 Prozent zu. Lufthansa-Papiere zogen am letzten Tag des Pilotenstreiks sogar um knapp drei Prozent an, und erreichten wie Daimler den höchsten Stand seit Herbst 2007.

Auch Studien sorgten für Rekorde: So stiegen die Papiere von Talanx im MDax und die von United Internet im TecDax nach positiven Analystenkommentaren auf Höchststände. Auch zur Commerzbank hatte sich laut Händlern ein Analyst zuversichtlich geäußert, was das Kursplus von mehr als zwei Prozent bewirkte.

Die wichtigsten europäischen Aktienindizes verbuchten Gewinne. Der EuroStoxx 50 stieg um 0,74 Prozent auf 3230,33 Punkte. Der Cac 40 in Paris und der Londoner FTSE 100 verbesserten sich auf einem ähnlichen Niveau. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial trat zum europäischen Börsenschluss auf der Stelle.

Am deutschen Rentenmarkt fiel die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 1,36 (Vortag: 1,37) Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,04 Prozent auf 134,38 Punkte. Der Bund-Future rückte um 0,47 Prozent auf 143,57 Punkte vor. Der Kurs des Euro fiel auf zuletzt 1,3699 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,3700 (Donnerstag: 1,3771) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7299 (0,7262) Euro.

(dpa)
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