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Verband der Automobilindustrie: VDA-Präsident Wissmann: „2016 war ein starkes Autojahr“

Matthias Wissmann Foto: Karlheinz Schindler (dpa-Zentralbild) Matthias Wissmann
Frankfurt. 

In Deutschland sind 2016 so viele Autos verkauft worden wie seit der Einführung der Abwrackprämie im Jahr 2009 nicht mehr. Im vergangenen Jahr stieg die Zahl der Neuzulassungen um fünf Prozent auf 3,35 Millionen, wie der Verband der Automobilindustrie (VDA) mitteilte.

„2016 war ein starkes Autojahr“, bilanzierte VDA-Präsident Matthias Wissmann. Die Neuzulassungen seien im vergangenen Jahr das dritte Mal in Folge gestiegen. Deutsche Autobauer verkauften demnach 2,4 Millionen Fahrzeuge und damit drei Prozent mehr als 2015. Ausländische Hersteller steigerten ihren Verkauf um acht Prozent auf knapp 975 000 Autos.

Marktführer blieb trotz des Abgasskandals VW, wie das Kraftfahrtbundesamt mitteilte. Allerdings brachen die Neuzulassungen der Marke um 4,3 Prozent ein. Dennoch hat VW noch immer mehr als doppelt so viele Neuwagen abgesetzt wie Mercedes (311 000). Der Stuttgarter Premiumhersteller hat seine Position als Nummer zwei auf dem deutschen Markt nicht nur verteidigt, sondern gegenüber dem Drittplazierten noch ausgebaut. Mit knapp 290 000 Neuzulassungen hat aber auch Audi ein überdurchschnittliches Jahr hingelegt. Mit Ausnahme der Kernmarke VW haben sich die Wolfsburger Konzerntöchter wacker geschlagen. Skoda und Seat haben leicht zugelegt und ihre Marktposition gehalten. Der Sportwagenbauer Porsche stand weiter auf dem Gaspedal und steigerte seinen Absatz um rund sechs Prozent.

„Freude am Fahren“ verbreitet weiterhin auch der Autobauer BMW. Die Münchner konnten kräftig zulegen, ihren vierten Platz in der Deutschland-Rangliste verteidigen. Der Abstand zum Verfolger Opel schrumpfte allerdings ein wenig. Die Rüsselsheimer müssen ebenfalls um ihre Position kämpfen, denn ihnen sitzt Ford im Nacken. Der Hersteller aus Köln ist etwas näher an Opel herangerückt. Mit 240 000 verkauften Autos beträgt der Rückstand auf Opel nur noch knapp 4000.

Die größten Sprünge mit 75 bzw. 54 Prozent machten die Edel-Marke Jaguar und Italiens Kultmarke Alfa Romeo – beide aber auf niedrigem Niveau. Für eine Enttäuschung sorgte die koreanische Marke Hyundai, die mit 107 000 Neuzulassungen ihr Vorjahresergebnis leicht verfehlte. Weitaus besser lief es für die Schwestermarke Kia, die fast neun Prozent mehr Pkw (60 500) verkaufte.

Die französischen Autoproduzenten haben einen schweren Stand in ihrem Nachbarland. Im vergangenen Jahr konnten jedoch Renault, Peugeot und auch Citroen ihre Verkäufe deutlich steigern.

Die Blütezeit der japanischen Autos ist lange vorbei. Kein Hersteller aus dem fernen Asien hat es in die Top Ten Deutschlands gebracht. Nissan ist die meistverkaufte Marke aus Japan, gefolgt von Toyota und Mazda. Den größten Sprung nach vorn machte Honda (+20 Prozent).

Der Anteil der alternativen Antriebe wuchs trotz Kaufförderung für Elektroautos nur auf zwei Prozent. 11 410 reine Elektroautos kamen neu auf die Straßen, knapp 1000 weniger als im Vorjahr. Die Zahl der neuen Hybrid-Autos mit kombinierten Verbrennungs- und Elektromotor stieg auf 48 000.

In deutschen Autofabriken rollten insgesamt gut 5,7 Millionen Autos von den Bändern. In den Export gingen 4,4 Millionen.

(ba)
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