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VW setzt auf offene Unternehmenskultur

VW-Vorstandsmitglied Hiltrud Werner will das neue Programm als eine Art Werkzeugkasten fürs Management verstehen. Foto: Rainer Jensen VW-Vorstandsmitglied Hiltrud Werner will das neue Programm als eine Art Werkzeugkasten fürs Management verstehen.
Wolfsburg. 

Als ein wichtiges Element bei der Aufarbeitung des Dieselskandals bündelt der VW-Konzern bisherige Ethik-Initiativen für eine offene Unternehmenskultur. Bis Juni 2025 soll das neue Programm „Together4Integrity” im gesamten Konzern ausgerollt werden.

Es soll die Fortschritte beim Kulturwandel anhand eines Stichwort-Kataloges künftig messbar machen, sagte das für Integrität und Recht zuständige Vorstandsmitglied Hiltrud Werner in Wolfsburg. Sie will das neue Programm als eine Art Werkzeugkasten fürs Management verstehen, das alle bisherigen Initativen vereint.

Künftig sollen alle Manager mit ihren Mitarbeitern die Umsetzung der fünf Kernsätze des neuen VW-Credos diskutieren, die unter anderem auch anonyme Hinweise auf Ungereimtheiten im Unternehmen vorsehen. Sie basieren auf dem ethischen Grundwerte-Katalog der Zertifizierungs-Gesellschaft „Ethics and Compliance Iniative” (ECI).

„Wir gehen jetzt ganz konsequent runter von der Ebene der Führungskräfte in die Belegschaft”, so Personalvorstand Gunnar Kilian. Der Schutz der Hinweisgeber habe dabei hohen Stellenwert. Die Zahl der anonym oder mit Namen über eine sogenannte Whistleblower-Hotline von Mitarbeitern abgegebenen Hinweise auf Unregelmäßigkeiten oder Auffälligkeiten habe sich im vergangenen Jahr mehr als verdoppelt, sagte Werner, die die juristische Aufarbeitung des Diesel-Skandals noch am Anfang sieht.

(dpa)
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