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Verdi bereit zu Verhandlungen über Kaufhof-Sanierung

Galeria Kaufhof in Düsseldorf: Der Warenhauskonzern will deutliche Lohnzugeständnisse der 18.000 Beschäftigten erreichen. Foto: Christoph Zeiher Galeria Kaufhof in Düsseldorf: Der Warenhauskonzern will deutliche Lohnzugeständnisse der 18.000 Beschäftigten erreichen.
Köln. 

Angesichts der Krise beim Warenhauskonzern Kaufhof hat sich die Gewerkschaft Verdi grundsätzlich bereit erklärt, mit dem Unternehmen über einen Sanierungstarifvertrag zu verhandeln.

Verdi habe beschlossen, Gespräche über eine Neuausrichtung des Unternehmens aufzunehmen, teilte die Gewerkschaft nach einer Sitzung der Tarifkommission in Frankfurt mit.

Kaufhof-Chef Roland Neuwald sagte, das Unternehmen brauche wettbewerbsfähigere Personalkosten. Der Warenhauskonzern will in Verhandlungen mit der Gewerkschaft deutliche Lohnzugeständnisse der 18.000 Beschäftigten erreichen. Ziel seien Einsparungen im „höheren zweistelligen Millionenbereich” pro Jahr, betonte das Unternehmen und drängt auf Eile bei den Verhandlungen.

Vor dem Einstieg in die Tarifgespräche will Verdi allerdings in einem ersten Schritt gemeinsame Eckpunkte mit dem Unternehmen vereinbaren. Das von Kaufhof vorgelegte Sanierungskonzept habe zwar richtige Ansätze, doch gebe es eine „Schieflage zu Lasten der Arbeitnehmer”.

Verdi-Verhandlungsführer Bernhard Franke betonte: „Vorrangig sind jetzt die Eigentümer in der Pflicht, ihre Verantwortung wahrzunehmen. Den Arbeitnehmern einseitig in die Taschen zu greifen, ist keinesfalls akzeptabel”. Die Managementfehler der Vergangenheit müssten korrigiert werden. Ein wesentlicher Punkt für die Arbeitnehmer sei neben der Beschäftigungs- und Standortsicherung eine Stärkung von Service und Beratung.

Wirtschaftsprüfer hatten in den vergangenen Monaten im Auftrag der Gewerkschaft die Situation des Unternehmens geprüft und einen Sanierungsbedarf bestätigt.

(dpa)
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