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Streiks: Verdi empört über Ryanair-Drohung zu Jobstreichungen

"Ryanair must change" steht auf dem Transparent an einem Zaun am Flughafen Schönefeld. Foto: Paul Zinken "Ryanair must change" steht auf dem Transparent an einem Zaun am Flughafen Schönefeld.
Frankfurt/Dublin. 

Die Gewerkschaften Verdi und Vereinigung Cockpit haben empört auf Drohungen der Fluggesellschaft Ryanair reagiert, bei fortgesetzten Streiks in Deutschland Jobs zu streichen. „Es ist ein absoluter Skandal, wenn hier Mitarbeiter bedroht werden, die ihren Grundrechten nachgehen”, sagte VC-Vize Markus Wahl am Mittwoch in Frankfurt. Das zeige erneut, dass Ryanair versuche, die Beschäftigten mit der Angst um den Arbeitsplatz unter Druck zu setzen. Allerdings belege die große Streikbeteiligung, dass diese Mittel nicht mehr wirkten.

„Die Zeit der absoluten Einschüchterung ist vorbei”, sagte die Verdi-Tarifsekretärin Katharina Wesenick nach einer Protestaktion mit rund 70 Flugbegleitern am Frankfurter Flughafen. Da es aber immer noch Befürchtungen über berufliche Nachteile gebe, hatten die Teilnehmer Masken mit dem Konterfei des Airline-Chefs Michael O'Leary aufgesetzt. Auf Plakaten wurde gefordert „Ryanair stop squeezing out your crew” (Hör auf, deine Besatzung auszupressen). Dazu wurden Zitronen verteilt.

Beide Gewerkschaften berichteten von einer sehr hohen Beteiligung an ihren Aktionen. Man sei optimistisch, dass über den Streiktag 60 bis 70 Prozent der rund 400 geplanten Deutschlandflüge ausfallen, sagte Wahl. Das würde deutlich über die 150 Flugabsagen hinausgehen, die Ryanair bereits am Dienstag verkündet hatte. Das Unternehmen teilte per Twitter mit, dass die verbliebenen 30 Morgenflüge aus Deutschland planmäßig gestartet seien. Der gemeinsame 24-Stunden-Streik von Piloten und Flugbegleitern hatte am Mittwochmorgen begonnen und sollte noch bis Donnerstag um 2.59 Uhr andauern.

(dpa)

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