E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Frankfurt am Main 14°C

Viele Firmen hängen bei der Digitalisierung hinterher

Digitalisierung ist seit Jahren ein Schlagwort in der Wirtschaft. Deutsche Firmen hinken hier hinterher.
Laut Studie gewinnen die Firmen Marktanteile, die sich schneller umstellen. Foto: Friso Gentsch Foto: dpa Laut Studie gewinnen die Firmen Marktanteile, die sich schneller umstellen. Foto: Friso Gentsch
München. 

Mehr als jedes dritte deutsche Unternehmen hat einer Studie zufolge Nachholbedarf in Sachen Digitalisierung. In den USA sei die Umstellung der Geschäftsprozesse weiter vorangeschritten, heißt es in der Untersuchung der Unternehmensberatung Boston Consulting Group (BCG).

Demnach sind 36 Prozent der deutschen Firmen Nachzügler in der Digitalisierung, lediglich ein Fünftel gelten als Vorreiter. In den Vereinigten Staaten gebe es mehr Vorreiter (25 Prozent) und etwas weniger Unternehmen, die hinterherhinken (31 Prozent).

Vorreiter sind demnach vor allem die Firmen, die mehr als 5 Prozent ihrer Betriebskosten in Digitalisierung und Informationstechnologie investieren, mehr als 10 Prozent „digital befähigte” Mitarbeiter beschäftigen und eine „digitale Kultur” pflegen.

Befragt wurden im Vorfeld der am kommenden Montag beginnenden IT-Messe Cebit in Hannover Manager aus 1900 Firmen in vier Ländern - neben den USA und Deutschland auch in Frankreich und Großbritannien. Die Aussagen beruhen großenteils auf der Selbsteinschätzung der Unternehmen.

Laut Studie gewinnen die Firmen Marktanteile, die sich schneller umstellen. Dazu analysierten die Unternehmensberater etwa die Ergebnisse von 80 Telekommunikations-Unternehmen in den Jahren 2012 bis 2017. Die Vorreiter unter ihnen hätten 7 Prozent Marktanteil gewonnen, die Nachzügler dagegen 11 Prozent verloren.

Die Boston-Berater gehen davon aus, dass sich die Schere in der Unternehmenslandschaft in den kommenden Jahren weiter öffnen könnte. „Unternehmen, die keine Vorreiter sind, stehen gleich doppelt unter Druck”, argumentierte BCG-Berater Christoph Gauger - einerseits von Seiten etablierter Konkurrenten, die in Sachen Innovation schneller sind, andererseits von neuen digitalen Wettbewerbern.

(dpa)
Zur Startseite Mehr aus Wirtschaft

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen