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Hessisches Familienunternehmen: Von Egelsbach in die Welt: Der Fleck muss weg

Es begann 1934 in Berlin mit einer Hautcreme und wird nach dem Willen der Gesellschafter noch lange nicht zu Ende sein: Jetzt in der vierten Generation will delta pronatura, der hessische Mittelständler, der Dr. Beckmanns Fleckenprodukte heute weltweit verkauft, weiter wachsen. Bis 2019 sind über zehn Millionen an Investitionen am Standort in Egelsbach geplant.
Grundsteinlegung bei delta pronatura in Egelsbach: (von links) Geschäftsführende Gesellschafter Heiner Beckmann und Gerhard Krauß, Geschäftsführer Nils Beckmann und Ministerpräsident Volker Bouffier. Grundsteinlegung bei delta pronatura in Egelsbach: (von links) Geschäftsführende Gesellschafter Heiner Beckmann und Gerhard Krauß, Geschäftsführer Nils Beckmann und Ministerpräsident Volker Bouffier.
Egelsbach. 

Mit Tradition kennt sich Heiner Beckmann aus: Wo sein Großvater als Apotheker damals in Berlin die Hautcreme DDD kreierte, ging er in den 80er Jahren, das Unternehmen war längst in Neu- Isenburg angesiedelt und vermarktete den Fleckenteufel, verstärkt ins Ausland. 2001 kam der Umzug nach Egelsbach und von hier aus ist die Firma delta pronatura mit ihren bekannten Produkten der weltberühmten Marke Dr. Beckmann, wie Fleckenteufel, Fleckensalz und anderen Waschzusatzmitteln, stetig gewachsen. 2016 ist Sohn Nils Beckmann als Geschäftsführer mit eingestiegen. Dass man nun in der vierten Generation das Unternehmen führt, erfüllt Heiner Beckmann mit stolz: „Wir sind zu 100 Prozent ein Familienunternehmen und werden es auch immer bleiben.“ Zusammen mit Cousin Gerhard Krauß sind sie geschäftsführende Gesellschafter des Traditionsunternehmens, das als Delta Chemie gegründet wurde und seit der Übernahme von Pronatura vor 30 Jahren seinen heutigen Firmennamen trägt.

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Gleichzeitig machte er deutlich, worin für ihn das Erfolgsgeheimnis liegt: „Die Qualität unserer Produkte liegt an erster Stelle, der Fleck muss zuallererst rausgehen, dann sollte es dazu noch umweltfreundlich sein.“ Die Produktpalette von delta pronatura umfasst neben Dr. Beckmann Fleckenprodukte noch Bullrich Magentabletten und Heilerde, die DDD Hautcreme, den Lippenpflegestift Blistex, Bi-Oil und die Zahncreme BlanX.

Weltmarktführer

Am Standort Egelsbach mit rund 200 Mitarbeitern wird alles an Flüssigprodukten produziert, was weltweit heute in 80 Länder verkauft wird. Mit dem Fleckenteufel, den es in acht verschiedenen Varianten gibt , ist man weltweit die Nummer eins am Markt. Aber die Firma hält auch verschiedene Auslandstöchter. Die Manager in den Ländern wie Mexiko, Polen oder China seien aber immer Einheimische, darauf lege man Wert. Gewachsen ist delta pronatura vor allem durch die Auslandsmärkte. 60 Prozent des Umsatzes von 150 Millionen Euro in 2016 werden mittlerweile im Ausland erzielt. Wichtigster externer Markt ist Großbritannien. Im Werk der englischen Industriestadt Manchester produzieren die Egelsbacher ihre Pulverprodukte.

„Gerade in den Schwellenländern wachsen die Ansprüche an Fleckenentfernung mit den Einkommen“, so Gesellschafter Krauß. China ist ein besonders großer Wachstumsmarkt. Dort konnte Dr. Beckmann im vergangenen Jahr eine Million Produkte verkaufen. Die Fleckenteufel werden mit einer deutschen Flagge als Produkte „Made in Germany“ kenntlich gemacht – ein deutliches Plus beim Kunden. Weitere Schwellenländer wie Brasilien, Indonesien oder Indien sollen in Zukunft hinzugewonnen werden.

Lob von Bouffier

Die Beckmanns haben sich vorgenommen, ihren Umsatz in den nächsten sieben Jahren nochmals zu verdoppeln. Darum gab es viel Lob auch von Ministerpräsident Volker Bouffier: „Ein familiengeführtes Unternehmen mit persönlicher Haftung, das ist die Basis dessen, was wir Mittelstand nennen.“ Er war zur Grundsteinlegung eines neuen Hochregallagers mit 1600 Quadratmetern Grundfläche und 30 Metern Höhe angereist, das bis zum Sommer 2018 stehen soll. Dann soll auch die Produktion stark ausgeweitet werden. Wo bisher 37 Millionen Flaschen produziert werden, sollen es in sieben Jahren fast doppelt so viele sein.

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