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Ausblick auf die Woche: Weihnachten, Lokführer und der Arbeitsmarkt

Wir stehen am Beginn einer spannenden Woche. Für viele unserer Leser rückt das Weihnachtsfest mehr und mehr in den Fokus. Die Weihnachtspost muss vorbereitet, Geschenke für die Lieben besorgt, das Feiertagsmenü zusammengestellt und der Christbaum samt Schmuck so langsam ausgesucht werden. In diesen Wochen heißt es vor allem, die Nerven bewahren. Denn die Vorweihnachtszeit ist meist hektisch und stresst viele Menschen. Also, ruhig Blut, und immer cool bleiben.
Michael Foto: (FNP) Michael

Wo ist Gerhard Schröder?

Der Tarifkonflikt der Piloten mit der Lufthansa schwelt weiter. Heute legen die kampfeslustigen Kapitäne der Lüfte zwar eine Streikpause ein, doch schon morgen soll es weitergehen. Die völlig festgefahrene Auseinandersetzung hat das Potenzial, Flugpassagieren der Kranich-Airline und auch dem Flughafen Frankfurt die Adventszeit zu vermiesen. Vereinigung Cockpit und das Lufthansa-Management müssen endlich zur Vernunft kommen, die Machtspiele hinten anstellen und an den Verhandlungstisch zurückkehren. Bisher gibt es nur Verlierer. Das Unternehmen kosten die Streiks zig Millionen, die nicht mehr für höhere Gehälter oder wichtige Investitionen zur Verfügung stehen. Die „Gier“-Piloten verspielen den letzten Rest an Respekt, der ihnen in der Öffentlichkeit noch geblieben ist. Ohne einen Schlichter/Mediator wird es nicht gehen. Wo ist eigentlich Gerhard Schröder?

Lokführer ante portas

Eine andere Tarifauseinandersetzung ist etwas in den Hintergrund verdrängt worden: Bei den Verhandlungen zwischen der Deutschen Bahn und der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) liegen beide Seiten auch nach vier Verhandlungsrunden weit auseinander. Die vergangenen Gespräche wurden ergebnislos vertagt. Da könnte sich der nächste Streik zusammenbrauen.

IHK-Prognose 2017

Wie sich Frankfurt und die Rhein-Main-Region 2017 wirtschaftlich entwickeln wird, welche Beschäftigungschancen sich neu auftun und wo die Risiken liegen, wollen die IHKs der Region in ihrer gemeinsamen Prognose 2017 vorstellen. Ob der Finanzplatz Frankfurt schon im kommenden Jahr von Brexit-Flüchtlingen aus London profitieren kann, ist eine der spannenden Fragen des neuen Jahres.

Blick in die Glaskugel

Konjunkturdaten aus dem Inland kommen in den nächsten Tagen zuhauf. Die Glaskugel für Jahresvorhersagen hat derzeit Hochkonjunktur. Heute erklären die Ökonomen der Wirtschaftsauskunftei Creditreform, warum die Zahl der Firmenpleiten auch im nächsten Jahr zurückgehen dürfte.

Preise und Arbeitsmarkt

Dass die Inflationsrate in Deutschland wieder leicht anzieht, werden uns die Statistiker am Dienstag belegen. Die 1,0-Prozent-Linie bei der Teuerung ist nicht mehr fern, könnte bald überschritten werden. Die Details des robusten deutschen Arbeitsmarktes teilt uns die Nürnberger Bundesanstalt für Arbeit am Mittwoch mit. Die neu geschaffenen Jobs im Inland sind das Fundament des deutschen Wachstums. Dank sprudelnder Steuereinnahmen und voller Kassen der Sozialversicherungen kann Deutschland erneut einen ausgeglichenen Haushalt ohne Neuverschuldung präsentieren und kann Sonderbelastungen, die etwa aus der Integration der Flüchtlinge erwachsen, problemlos wegstecken.

Zerreißprobe für die EZB

Bedrohlich für den Rest Europas kann der Ausgang des Verfassungsreferendums in Italien am kommenden Sonntag werden. Stimmt die Mehrheit der Italiener dagegen, so wie es derzeit aussieht, wird Ministerpräsident Matteo Renzi wohl zurücktreten müssen. Es droht ein politisches Chaos, das das Land dauerhaft lähmen könnte. Selbst ein Austritt aus der EU scheint nicht unmöglich, sollten Populisten um den Komiker Grillo an die Macht kommen. Europas Anleihemärkte könnten in Turbulenzen geraten. Denn wer kauft dann noch Staatsanleihen aus Rom? Nur noch die EZB, die dann endgültig zum Staatsfinanzierer Italiens würde. Wie verhält sich der Italiener Mario Draghi an der EZB-Spitze? Eine Zerreißprobe für die Zentralbank.

Taufpate für den KMU-Dax

Zum Schluss suchen wir zusammen mit der Deutschen Börse noch Taufpaten für das neue Börsensegment für kleine und mittelgroße Unternehmen, das am 1. März 2017 an den Start gehen wird. Wem ein pfiffiger Name dafür einfällt, hat noch bis Dienstag Zeit, am Ideenwettbewerb teilzunehmen. Mein Vorschlag: KMU-Dax oder Klax. Den Gewinner samt Familie und/oder Freunde lädt Börsen-Chef Carsten Kengeter zu einem Heimspiel von Eintracht Frankfurt ein – inklusive Spesen.
Hier die E-Mail-Adresse: newsegment@deutsche-boerse.com.

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