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Wirtschaft: Ausblick auf die Woche

Symbolbild Bilder > Foto: dpa Symbolbild

Mit Nordrhein-Westfalen ist die Serie von Wahlen, auf die viele Konjunkturexperten mit Bangen gewartet hatten, zunächst vorbei. Die französische Präsidentschafts- und die niederländische Parlamentswahl hätten die Europäische Währungsunion sprengen können, vom Ergebnis der Bundestagswahl im September ist das nicht zu erwarten. Bleiben Donald Trump und der Brexit als Niederlagen für Globalisierung und Freihandel. Der US-Präsident trifft übrigens am Dienstag den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in Washington – das dürfte spannend werden. Nur zur Erinnerung: In der Türkei werden zwar Oppositionelle und Journalisten eingesperrt, das Land ist aber nach wie vor Mitglied der Nato. Deren Aufgabe: die Freiheit ihrer Mitgliedstaaten zu verteidigen.

Deutsche Börse

Die Hauptversammlungs-Saison nimmt diese Woche richtig Fahrt auf. Die geplatzte Fusion mit der London Stock Exchange, ein Ermittlungsverfahren und die Suche nach einer neuen Strategie: Deutsche-Börse-Chef Carsten Kengeter muss sich bei der Hauptversammlung am Mittwoch auf äußerst kritische Fragen gefasst machen. Er wird sich auf einen Denkzettel eingestellt haben – eine Entlastung des Vorstands mit 99,9 Prozent wie im Vorjahr wird es sicherlich nicht mehr geben. Aber um seinen Job bangen muss Kengeter wohl nicht. „Wir und viele andere Investoren waren für den Zusammenschluss, wussten aber von Anfang an, dass es eine Hochrisiko-Operation war“, sagt Fondsmanager Ingo Speich von Union Investment. Am Ende sei der Deal an politischen und regulatorischen Widerständen gescheitert – nicht an eklatanten Fehlern des Vorstands. „Deshalb wäre es falsch, jetzt vor allem beim Management die Schuld zu suchen.“

Deutsche Bank

Milliardenschwere Strafzahlungen, zu wenig Kapital, mangelnde Kontrollen – mit den Negativ-Schlagzeilen soll Schluss sein. Auf der Hauptversammlung am Donnerstag wird Deutsche-Bank-Chef John Cryan die neue Strategie in den Mittelpunkt stellen, für die die Aktionäre gerade acht Milliarden Euro lockergemacht haben. Die Grundpfeiler samt Vollintegration der Postbank sind eingezogen, das Personal-Tableau rund um den neuen Finanzchef sortiert. Die wichtigsten Rechtsstreitigkeiten wurden beigelegt. Jetzt geht es darum, wieder ins Geschäft zu kommen, wie der Brite betont. Doch der Ärger hallt nach: Aktionäre und einflussreiche Berater wollen der Führungsmannschaft die Entlastung verweigern und fordern Sonderprüfungen zu den teuren Skandalen.

Konjunktur-Erwartungen

Diese Woche gibt es nur relativ wenige Daten. Am Dienstag kommen immerhin die ZEW-Konjunkturerwartungen, für die die Mannheimer Forscher des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung jeden Monat rund 300 Analysten und Profi-Anleger nach ihrer Einschätzung der wirtschaftlichen Lage befragen. Am Montag stehen RWE-Quartalszahlen an.

Griechenland

Kraftprobe für Griechenlands Premier Alexis Tsipras: Das Parlament in Athen soll abermals ein Sparpaket billigen. In erster Linie geht es um weitere Sparmaßnahmen in Höhe von 3,8 Milliarden Euro, auf die sich die Regierung mit den internationalen Gläubigern geeinigt hatte. Die Renten sollen ab 1. Januar 2019 um neun bis 18 Prozent gekürzt werden. Mit der Abstimmung wird am späten Donnerstagabend gerechnet. Die Gewerkschaften haben umfangreiche Streiks angekündigt. Immerhin hat die Reisesaison, in der mit einem Rekord-Ansturm von Touristen gerechnet wird, noch nicht begonnen.

Museums-Neubau öffnet

Der Neubau des Historischen Museums in Frankfurt ist fertig. Zum Eröffnungswochenende am Samstag und Sonntag (jeweils 10 bis 17 Uhr) ist der Eintritt frei. Es gibt am Römerberg ein Festprogramm aus Sonderführungen, Musik und Theater. Die Dauerausstellung im neuen Gebäude macht allerdings erst im Herbst auf.

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