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Zahl der Erwerbstätigen steigt zum Jahresauftakt auf Rekord

Im Wirtschaftsboom steigt die Zahl der Erwerbstätigen. Doch das reicht nicht aus, um die vorhandene Arbeit zu erledigen. In der Folge müssen die Job-Inhaber länger schaffen.
Ein Mitarbeiter transportiert mit einem Kran Coils (aufgewickelte Metallbänder). Foto:Julian Stratenschulte/Illustration Ein Mitarbeiter transportiert mit einem Kran Coils (aufgewickelte Metallbänder). Foto:Julian Stratenschulte/Illustration
Wiesbaden. 

In der deutschen Volkswirtschaft geht die Arbeit nicht aus. Trotz gestiegener Produktivität wurde im ersten Quartal dieses Jahres so viel gearbeitet wie seit 1992 nicht mehr, berichtete das Statistische Bundesamt.

Nach vorläufigen Berechnungen des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) leisteten die rund 43,7 Millionen Erwerbstätigen zusammen rund 15,3 Milliarden Arbeitsstunden. Das waren 350,7 Stunden pro Kopf, 3,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Weiterhin rückläufig in Deutschland ist die Zahl der Selbstständigen und mithelfenden Familienangehörigen. Neue Jobs entstehen vor allem für Angestellte in verschiedenen Bereichen des Dienstleistungssektors. Jobverluste gab es hingegen bei Banken und Versicherungen sowie in der Land- und Forstwirtschaft. Unter dem Strich ist die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland innerhalb eines Jahres um 1,5 Prozent auf 43,7 Millionen Menschen gestiegen.

Gemessen am vierten Quartal 2016 sank die Zahl der Erwerbstätigen zwar um 0,8 Prozent. Rückgänge zum Jahresauftakt sind aber saisonal üblich, da die Arbeit im Winter etwa auf dem Bau und in anderen Außenberufen ruht. Bereinigt um diesen Effekt ergab sich ein Plus von 0,5 Prozent, wie die Statistiker berichteten.

Zudem korrigierte das Bundesamt die Erwerbstätigkeit im dritten und vierten Quartal 2016 nach oben, da der Behörde nachträglich bessere Daten der Bundesagentur für Arbeit vorlagen. So stieg die Zahl der Erwerbstätigen im dritten Quartal auf knapp 43,8 Millionen (bisher 43,6) und im vierten Quartal auf gut 44 Millionen (43,7). Dies bedeutet eine Anhebhung um 0,4 bzw. 0,7 Prozentpunkte. Für das erste und zweite Quartal 2016 blieben die Raten unverändert.

(dpa)
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