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Zalando-Aktie tritt am ersten Börsentag auf der Stelle

Die Nachfrage nach Zalando-Aktien ist nach Angaben des Modehändlers zehn Mal höher als die angebotene Menge. Foto: Oliver Berg Die Nachfrage nach Zalando-Aktien ist nach Angaben des Modehändlers zehn Mal höher als die angebotene Menge. Foto: Oliver Berg
Frankfurt/Main. 

Keine Kursgewinne für Zalando: Die Aktie des Online-Händlers ist an ihrem ersten Börsentag exakt auf dem Ausgabepreis von 21,50 Euro aus dem Handel gegangen. Beim ersten Kurs hatte es am Mittwochmorgen noch einen Sprung von rund zwölf Prozent auf 24,10 Euro gegeben.

Danach ging es jedoch schnell nach unten. Am Nachmittag konnte sich die Aktie noch einige Zeit an der Marke von 22 Euro halten, zum Schluss rutschte der Kurs aber noch einmal ab.

Zum ersten Kurs war Zalando noch knapp 6 Milliarden Euro wert gewesen. Das war mehr als Dax-Unternehmen wie K+S, Lanxess oder Lufthansa auf die Waage bringen. Zum Schluss lag der Unternehmenswert bei 5,35 Milliarden Euro. Der Börsengang bringt Zalando gut 600 Millionen Euro ein.

Die drei Zalando-Vorstände Rubin Ritter (32), David Schneider (32) und Robert Gentz (31) läuteten den Handel am Morgen traditionell mit einer Glocke ein. Sie packten sie aus einem Zalando-Paket aus.

Schon Anfang der Woche hatte es ein erstes Zeichen gegeben, dass Zalando vorsichtiger bei der Bewertung geworden ist. Mit dem Ausgabepreis wurde die zuvor aufgestellte Preisspanne von 18 bis 22,50 Euro nicht ganz ausgeschöpft, obwohl die Nachfrage mehr als zehn Mal höher als das Angebot an Aktien gewesen sein soll.

Zalando schaffte es in diesem Jahr nach hohen Anlaufverlusten in die schwarzen Zahlen. Nach einem positiven ersten Halbjahr könnte es in diesem Jahr auch den ersten Jahresgewinn geben. Der Onlineversender, der sich mit schrillen Werbekampagnen («Schrei vor Glück») und kostenlosen Retouren einen Namen machte, hatte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 1,8 Milliarden Euro erzielt.

Haupteigentümer sind die schwedische Beteiligungsgesellschaft Kinnevik sowie die Internet-Investoren Oliver, Marc und Alexander Samwer. Ihre Anteile verwässern sich mit der Ausgabe der neuen Aktien. Dem Prospekt zufolge soll Kinnevik nach dem Börsengang noch 31,57 Prozent halten, statt zuvor 35,6 Prozent. Die Samwer-Brüder kommen noch auf 14,81 Prozent nach zuvor 16,7 Prozent.

Die Samwer-Brüder hatten Zalando seit der Gründung 2008 unterstützt, der Mode-Händler war unter dem Dach ihrer Startup-Schmiede Rocket Internet groß geworden. Die Samwers bringen Rocket Internet am Donnerstag ebenfalls an die Börse. Der Startup-Finanzierer will dabei bis zu 1,6 Milliarden Euro einnehmen.

Die Erlöse aus dem Zalando-Börsengang sollen in das weitere Wachstum des Unternehmens fließen. Zalando will vor allem aus eigener Kraft größer werden, kann sich aber auch Zukäufe vorstellen. Die Berliner wollen ihre Kundenbasis erweitern, die Umsätze beim einzelnen Käufer steigern und auch in neue regionale Märkte vordringen. Der Onlineversender hatte zuletzt knapp 14 Millionen aktive Kunden.

(dpa)
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