Zeitung: Regierung will Tepco-Spitze austauschen

Die japanische Regierung will einem Bericht zufolge die Unternehmensspitze des Fukushima-Betreibers Tepco austauschen.
versenden drucken
Tokio. 

Die japanische Regierung will einem Bericht zufolge die Unternehmensspitze des Fukushima-Betreibers Tepco austauschen.

Dies betreffe 17 Direktoriumsmitglieder von Tepco, die ihre Posten bei der nächsten Hauptversammlung im Juni niederlegen sollten, berichtete die japanische Zeitung "Mainichi" am Samstag unter Berufung auf Regierungsmitglieder.

Die Regierung halte den Wechsel für notwendig, um die Verantwortlichkeiten im Management für die Katastrophe zu klären. Außerdem sei dies die Bedingung für weitere Milliarden-Staatshilfen.

Tepcos Überleben als unabhängiges Unternehmen steht seit dem schweren Erdbeben und dem Tsunami vom 11. März 2011, bei dem das Atomkraftwerk Fukushima schwer beschädigt wurde, infrage. Der Konzern sieht sich mit riesigen Entschädigungszahlungen, Aufräumkosten sowie steigenden Kosten für Ersatzbrennstoffe konfrontiert.

Japans Industrieminister Yukio Edano hatte bereits Mitte Februar Medienberichten zufolge zur Bedingung für weitere Staatshilfen gemacht, dass die Regierung "hinreichende" Kontrolle über das Management bei Tepco erhalte.

Im laufenden Geschäftsjahr rutscht das Unternehmen früheren Angaben zufolge tiefer in die roten Zahlen als gedacht. Zum Bilanzstichtag 31. März dürfte angesichts der steigenden Entschädigungszahlen unter dem Strich ein Fehlbetrag von 695 Milliarden Yen (6,7 Mrd Euro) anfallen.

(dpa)
versenden drucken
Jetzt kommentieren

Nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken.

Mit * gekennzeichnete Felder, sind Pflichtfelder!

Geben Sie bitte folgende Daten ein, um sich zu registrieren und Ihren Kommentar zu speichern.
Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet, und nicht ohne Ihre Zustimmung an Dritte weitergegeben werden!

gewünschter Benutzername: *
gewünschtes Passwort: *
Wiederholung Passwort: *
E-Mail: *
Kundennummer falls vorhanden:


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage: Wieviel ist 12 x 2: 




Videos

MEHR AUS Wirtschaft

Kommentar Ryanair: Erfolgreiche Kurskorrektur

Geiz war in der Luft noch nie geil: Kein Service, horrende Extrakosten und vieles "weniger". Doch der Markt der Schnäppchenjäger ist ... mehr

clearing
Filiale der britischen Großbank Lloyds in London. Foto: Andy Rain
Lloyds muss im Libor-Skandal 218 Millionen Pfund zahlen

London. Mit der britischen Lloyds ist die siebte Bank in der Libor-Affäre mit den britischen und US-amerikanischen Behörden einig geworden. mehr

clearing
clearing

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv Themen Mediadaten Kontakt Impressum Datenschutz AGB

© 2014 Frankfurter Neue Presse