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Barzahlungen bleiben eher im Gedächtnis

Ein Kunde bezahlt in einem Einkaufszentrum mit Bargeld. Foto: Ralf Hirschberger Ein Kunde bezahlt in einem Einkaufszentrum mit Bargeld.
Klagenfurt. 

Wer mit Karte zahlt, dem fließt das Geld womöglich leichter durch die Hände: Deutsche und österreichische Forscher haben herausgefunden, dass sich Konsumenten an Zahlungen mit Kredit- oder EC-Karten deutlich schlechter erinnern können als an Zahlungen mit Bargeld.

„Eine genaue Erinnerung an vergangene Ausgaben wirkt sich auf die Bereitschaft aus, zukünftige Ausgaben zu tätigen”, sagte einer der Studienautoren, Holger Roschk. Deshalb brauche es neue Designs, um Ausgaben besser zu visualisieren und somit ein gesundes finanzielles Verhalten zu bestärken, so das Fazit.

Im Jahr 2017 würden laut Schätzungen weltweit rund 3 Milliarden neuer Smartcards ausgegeben werden. Das sind Karten, mit denen einerseits offene Beträge beglichen werden können, auf denen andererseits etwa auch Bonusprogramme gespeichert sind. Die Zahl dieser Karten in den Brieftaschen sei seit dem Jahr 2000 jährlich um 20 Prozent gestiegen. Die Forscher der Universität Köln und der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt wollten nun das veränderte Zahlungsverhalten genauer ergründen.

In der Cafeteria einer deutschen Universität führten sie an zwei Zeitpunkten Interviews mit insgesamt 496 Studenten durch: Einmal im Sommer 2015 vor der Einführung einer multifunktionellen Karte am Campus und im darauffolgenden Jahr mit der neuen Bezahlmöglichkeit. „Wir zeigen, dass sich Personen, die mit einer Karte bezahlen, weniger genau an den Rechnungsbetrag erinnern können, als Personen, die ihre Rechnung bar begleichen”, so Roschk.

(dpa)
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