Lade Login-Box.
E-Paper
Abo & Service Immo Stellen Trauer

Meeresforschung: Blauwale fressen nur, wenn es sich lohnt

Blauwale ernähren sich nach Regeln der Effizienz. Sie sparen sich Energie und Sauerstoff auf, bis sich die Anstrengung für die Nahrungsaufnahme auch wirklich lohnt.
Und ab: Blauwal (Schwanzflosse). Foto: Ari Friedlaender (Ari Friedlaender) Und ab: Blauwal (Schwanzflosse).
Monterey. 

Über diese Erkenntnisse berichten US-Forscher der Nationalen Meeres- und Klimabehörde (NOAA; National Oceanic and Atmospheric Administration) im Fachmagazin „Science Advances“. Die Wissenschaftler um Elliott Lee Hazen glichen die Fressgewohnheiten von 55 mit Sendern ausgestatteten Tieren mit der akustisch gemessenen Dichte an Krill ab. Diese winzigen Krebstiere im Zooplankton stehen auf dem Speiseplan der Giganten.

Reiche Krill-Vorkommen sind häufig in einer Tiefe zwischen 50 und 300 Metern im Ozean zu finden, Blauwale müssen also danach tauchen. Für die 30 Meter langen und mehr als 150 Tonnen schweren Giganten lohnt sich dieser große Energieaufwand aber nur, wenn dort große Mengen der Krebstiere vorkommen. Die Grenze, für die die Riesen auf ihre bis zu 16 Minuten währenden Tauchgänge gingen, lag den Forschern zufolge bei mindestens 100 bis 200 Tierchen pro Kubikmeter Wasser. Waren es weniger, fraßen die Wale seltener und verbrauchten so auch weniger Sauerstoff, den sie an der Oberfläche einatmen müssen.

Die Studie widerspricht der bisherigen Annahme, dass die sanften Riesen mehr oder weniger wahllos das Maul aufhalten und so langsam, aber stetig ihren Bedarf über den Tag verteilt stillen. Um an den Krill zu gelangen, füllen die Tiere das Maul mit Meerwasser und drücken dann die Flüssigkeit mit der Zunge wieder heraus, wobei ihre Barten das Plankton herausfiltern. Autopsien offenbarten bis zu einer Tonne Krebschen in seinem Hauptmagen. Um krillreiche Regionen zu finden, benutzen Wale vermutlich ihr Gedächtnis, soziale Hinweise oder ihre Sinne wie etwa Ultraschallortung. .

(dpa)
Zur Startseite Mehr aus Wissenschaft

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2016 Frankfurter Neue Presse