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Die meisten Asteroiden begannen als kosmische Matschkugeln

Der Asteroid „Mathilde”, aufgenommen im Juni 1997 von der Raumsonde NEAR Shoemaker. Foto: NASA Der Asteroid „Mathilde”, aufgenommen im Juni 1997 von der Raumsonde NEAR Shoemaker. Foto: NASA
Perth. 

Die meisten Asteroiden in unserem Sonnensystem sind vermutlich aus einer Art kosmischer Matschkugeln entstanden. Das berichten zwei Forscher nach entsprechenden Simulationsrechnungen im Fachblatt „Science Advances”.

Bislang waren Wissenschaftler davon ausgegangen, dass junge Asteroiden schnell versteinert sind. Die untersuchten Asteroiden gelten als übrig gebliebenes Rohmaterial aus der Entstehung von Gesteinsplaneten. Die neuen Erkenntnisse könnten daher auch dem Verständnis der allgemeinen Entwicklung des jungen Sonnensystems dienen, heißt es bei dem Fachblatt.

Philip Bland von der Curtin University of Technology im australischen Perth und Bryan Travis vom Planetary Science Institute im US-amerikanischen Tucson hatten die Entstehung kohlenstoffhaltiger (C-Typ) Asteroiden untersucht, die ungefähr drei Viertel aller Asteroiden in unserem Sonnensystem stellen. Die Hauptzutaten für diese Asteroiden sind kosmischer Staub, Eis und sogenannte Chondren, das sind kleine Silikatkügelchen.

Wenn diese Materialien zusammenkommen, formen sie entgegen der bisherigen Annahme kein Gestein, sondern einen matschigen Schlamm, berichten die beiden Wissenschaftler. Der Schlamm entsteht aus dem Eis, das von radioaktiven Substanzen aufgeschmolzen wird, und dem Staub. Die Silikatkügelchen sind in diesen Schlamm eingebettet. Das neue Modell passt zu Untersuchungen kohlenstoffhaltiger Meteoriten.

(dpa)
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