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Erste Gentherapie gegen Krebs in den USA zugelassen

Immunzellen werden gentechnisch so verändert, dass sie auf Krebszellen anspringen. Foto: Matthias Balk Foto: dpa Immunzellen werden gentechnisch so verändert, dass sie auf Krebszellen anspringen. Foto: Matthias Balk
Silver Spring. 

In den USA ist erstmals eine Gentherapie gegen Krebs zugelassen worden. Das sei ein „historischer Schritt”, teilte die US-Arzneimittelbehörde FDA mit.

Mit der Kymriah genannten Therapie des schweizerischen Pharmakonzerns Novartis wird eine Form der sogenannten Akuten Lymphatischen Leukämie (ALL) bei jungen Menschen bis 25 Jahre behandelt. Dabei werden dem Patienten Immunzellen entnommen und im Labor gentechnisch so verändert, dass sie auf Krebszellen anspringen. Dann kommen die Zellen zurück in den Patienten.

„Mit der Möglichkeit, körpereigene Zellen eines Patienten so umzuprogrammieren, dass sie einen tödlichen Tumor angreifen, stoßen wir in neue Dimensionen der medizinischen Behandlung vor”, sagte Scott Gottlieb von der FDA. Auch andere Arten von Krebs, etwa Tumore in Brust, Eierstock, Lunge oder Bauchspeicheldrüse, versuchen Forscher mit Hilfe der aufgerüsteten Immunzellen zu knacken - allerdings bislang mit weniger Erfolg.

In Europa könnte es noch 2017 grünes Licht für eine solche Therapie geben. Der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) liegen mehrere Anträge vor.

(dpa)
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