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Feuersalamander: Winterstarre konserviert Kurzzeitgedächtnis

Ein Feuersalamander im Moos. Bei den Tieren friert während der Winterstarre auch das Kurzzeitgedächtnis ein. Foto: Martin Schutt Ein Feuersalamander im Moos. Bei den Tieren friert während der Winterstarre auch das Kurzzeitgedächtnis ein. Foto: Martin Schutt
Wien. 

Bei Feuersalamandern friert während der monatelangen Winterstarre auch das Kurzzeitgedächtnis ein.

Die Tiere finden auch nach einer längeren Aktivitätspause ihre Futterplätze wieder, wie Forscher der Veterinärmedizinischen Universität Wien, der Universität Wien und der britischen Universität Lincoln im Fachmagazin „Scientific Reports” schreiben. Auch das Beutegebiet der Feinde sei den Amphibien nach dem Aufwachen wieder präsent. Die gespeicherten Informationen sind für die Feuersalamander lebenswichtig.

Das Kurzzeitgedächtnis von warmblütigen Säugetieren verblasse hingegen über die Winterruhe. Die Forscher gehen davon aus, dass die Unterschiede zwischen Säugetieren und Amphibien entweder durch verschiedene Lern- und Merkmuster zu erklären sind oder auf die Art der Winterruhe zurückzuführen sind.

Säugetiere wachen immer wieder auf und haben kurze Wachphasen. Amphibien hingegen bleiben so lange starr, bis wärmere Temperaturen sie wieder aktiv werden lassen. „Die dauerhafte Phase könnte sich auf den Erhalt des Kurzzeitgedächtnisses auswirken. Es würden damit quasi alle Körperfunktionen dauerhaft konserviert”, sagte Ludwig Huber von der Veterinärmedizinische Uni.

Die Forscher hatten Feuersalamander den Weg durch ein Labyrinth lernen lassen und sie anschließend in Winterstarre versetzt. Nach dem Aufwachen fanden die Tiere den Weg wieder.

(dpa)
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