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Frankreich setzt zwei Bärinnen in den Pyrenäen aus

Braunbär im Freigehege im Nationalpark Bayerischer Wald. Trotz massiver Proteste hat Frankreich zwei Bärinnen in den Pyrenäen ausgesetzt. Foto: Lino Mirgeler/Archiv Braunbär im Freigehege im Nationalpark Bayerischer Wald. Trotz massiver Proteste hat Frankreich zwei Bärinnen in den Pyrenäen ausgesetzt.
Pau. 

Frankreich hat trotz heftiger Proteste von Hirten zwei Bärinnen in den Pyrenäen ausgesetzt. „Es ist geschafft, sie sind in völliger Sicherheit angekommen! Willkommen Claverina und Sorita”, teilte Umweltminister François de Rugy am Freitag auf Twitter mit.

Die Tiere wurden in der Region Béarn im Westen der Gebirgskette an der Grenze zu Spanien freigelassen. Schon am Donnerstag war bekanntgeworden, dass die erste Bärin ausgesetzt wurde.

Die französische Regierung will damit den Braunbär-Bestand in diesem Teil der Pyrenäen sichern. Dort lebten zuletzt nur noch zwei männliche Tiere. In den gesamten Pyrenäen gab es im vergangenen Jahr nach offiziellen Angaben 43 Braunbären.

Seit Monaten protestieren Hirten gegen die Pläne. Nach Gerüchten über die bevorstehende Aussetzung der Tiere hatten Gegner sich französischen Medien zufolge an Straßen positioniert, um den Transport zu blockieren. Nach Angaben der Regionalzeitung „Sud Ouest” soll die erste Bärin dann aber am Donnerstagmorgen in einem Käfig per Helikopter an ihr Ziel transportiert worden sein - das Umweltministerium hatte sich dazu auf Anfrage nicht geäußert.

Der französische Staat entschädigt Eigentümer von Herdentieren, die von Bären getötet wurden oder wo dies als möglich angesehen wird. 2017 floss in den Pyrenäen Geld an Besitzer von 798 Nutztieren und 25 Bienenstöcken.

(dpa)
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