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Hohe Stoffwechselrate, größeres Gehirn

Großes Gehirn und viele Nachkommen: Der Mensch braucht besonders viel Energie. Um die Versorgung zu gewährleisten, so Forscher, musste er im Lauf der Evolution Stoffwechselrate und Energiehaushalt steigern. Ein Vergleich mit Menschenaffen bestätigt diese Hypothese.
Verschiedene Menschenaffen (hier Schimpansen) wurden für einen Vergleich herangezogen. Foto: Stephen Morrison (EPA) Verschiedene Menschenaffen (hier Schimpansen) wurden für einen Vergleich herangezogen.
New York. 

Der Mensch verdankt sein großes Gehirn nach Ansicht einer Forschergruppe unter anderem einer besonders hohen Stoffwechselrate. Das internationale Team hatte den Homo sapiens mit seinen engsten Verwandten im Tierreich, den Menschenaffen, verglichen. Demnach hat der Mensch neben der hohen Stoffwechselrate auch einen besonders hohen Anteil an Körperfett.

Dieser bilde die Energiereserven für den Stoffwechsel, schreibt die Gruppe um Herman Pontzer vom Hunter College in New York in der Zeitschrift „Nature“. Der Mensch sei in Bezug auf seinen Energiehaushalt eine besondere Spezies, erläutern die Forscher. So habe er sich – zumindest früher – im Vergleich zu Menschenaffen häufiger fortgepflanzt, habe größere Neugeborene und ein größeres Gehirn. Dies alles benötige viel Energie. Um die Energie für ein größeres Gehirn und die schnellere Fortpflanzung zu haben, habe der Homo sapiens, so die Hypothese, im Lauf der Evolution seine Stoffwechselrate und seinen Energiehaushalt steigern müssen.

Um dies zu prüfen, ermittelte das Team den Gesamtenergieverbrauch über mehrere Tage von insgesamt 56 Schimpansen (Pan troglodytes), Bonobos (Pan paniscus), Westlichen Gorillas (Gorilla gorilla) und Orang-Utans (Pongo spp.). Zum Vergleich zogen die Forscher Daten von 141 Erwachsenen heran. Ergebnis: Unter Berücksichtigung der Körpergröße verbrauchen Menschen pro Tag etwa 400 Kilokalorien mehr als Schimpansen und Bonobos, 635 mehr als Gorillas und 820 mehr als Orang-Utans.

(dpa)
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