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Kahlschlag im Amazonas? Studie sieht Gefahr für Schutzzonen

Ein brasilianischer Umweltpolizist steht in Pará in Brasilien auf gefällten Baumstämmen. Foto: Heriberto Araujo Ein brasilianischer Umweltpolizist steht in Pará in Brasilien auf gefällten Baumstämmen. Foto: Heriberto Araujo
Rio de Janeiro. 

Geplante Gesetzesänderungen in Brasilien gefährden riesige Regenwaldgebiete. Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie.

Es drohe die Auflösung von bis zu 80 000 Quadratkilometern an geschützten Gebieten, was fast der Größe Portugals entspreche, teilte die Umweltstiftung WWF mit Verweis auf die Studie mit.

Durch im Kongress diskutierte Gesetzesänderungen könnten staatliche Schutzgebiete aufgelöst werden, um diese zu nutzen - etwa für die Holzwirtschaft, für den Abbau von Gold und anderen Rohstoffen oder zum Anbau von Soja im großen Stil. In den Schutzgebieten leben auch Zehntausende Ureinwohner, die nun ihre Vertreibung fürchten.

Gerade das Amazonasgebiet gilt als ein entscheidendes Element, um durch seine Klima-Regulierungsfunktion die Erderwärmung zu begrenzen. Nach der Amtsenthebung von Präsidentin Dilma Rousseff setzt die neue Regierung des konservativen Präsidenten Michel Temer angesichts einer tiefen Rezession auf neue Wachstumsmöglichkeiten im Agrarsektor.

Zuletzt demonstrierten Tausende Indios in der Hauptstadt Brasilia gegen diese Politik, es häuften sich zudem Berichte von Massakern in ländlichen Gebieten im Kampf um Ländereien.

(dpa)
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