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Klimaforscher: „Werden die meisten Korallenriffe verlieren”

Das Bild zeigt einen Blick auf ein bleiches Korallenriff zwischen Cairns, Australien, und Papua Neuguinea. Foto: ARC Centre of Excellence for Coral Reef Studies/James Kerry/epa/dpa Das Bild zeigt einen Blick auf ein bleiches Korallenriff zwischen Cairns, Australien, und Papua Neuguinea. Foto: ARC Centre of Excellence for Coral Reef Studies/James Kerry/epa/dpa
Saarbrücken. 

Der Klimaforscher Hans Joachim Schellnhuber fordert ein radikales Umsteuern in der Energiepolitik, um den Klimawandel auf ein gerade noch erträgliches Maß bremsen zu können.

„Die Entwicklung ist so bedrohlich, so wuchtig, dass wir schleunigst reagieren müssen”, sagte Schellnhuber der „Saarbrücker Zeitung”. Derzeit liege die globale Temperatur schon um ein Grad über dem Mittel der Jahre 1950 bis 1980. Im Vergleich zum Beginn der Wetteraufzeichnungen 1881 seien es sogar 1,2 Grad. „Wir werden wohl die meisten Korallenriffe verlieren und registrieren zum Beispiel bereits einen massiven Eisverlust in der Westantarktis.”

Der Ausstieg aus der Stromerzeugung mit Kohle müsse bis 2030 erfolgen, forderte der Wissenschaftler. „Und der Verbrennungsmotor muss endlich auf dem Müllhaufen der Geschichte landen. Wir müssten uns auch weitgehend vom Zement als Baustoff verabschieden.” Diese Transformation sei nur mit der Industriellen Revolution im 19. Jahrhundert zu vergleichen.

Wenn die Weltgemeinschaft das vor einem Jahr in Paris geschlossene Klimaabkommen nicht konkret umsetze, „wäre es so, als hätte man gemeinsam beschlossen, Erdbeben der Stärke Sieben dürfe es künftig nicht mehr geben: grotesk.”

Zentrales Ziel der 195 Länder, die in Paris unterzeichnet haben, ist es, die durch Treibhausgase verursachte Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad Celsius zu begrenzen - wenn möglich sogar auf 1,5 Grad. Der Haken: Die vorliegenden nationalen Klimaschutzpläne reichen dafür bei weitem nicht aus. Und auch künftig entscheidet jedes Land selbst über seinen Beitrag zum großen Ziel.

(dpa)
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