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Nur jedes 13. Gewässer in Deutschland in gutem Öko-Zustand

Der Bodensee bei Konstanz, im Hintergrund sind die Alpen zu sehen. Der Bodensee hat einen „guten ökologischen Zustand”. Foto: Patrick Seeger/Archiv Der Bodensee bei Konstanz, im Hintergrund sind die Alpen zu sehen. Der Bodensee hat einen „guten ökologischen Zustand”. Foto: Patrick Seeger/Archiv
Berlin. 

Nur rund acht Prozent der Gewässer in Deutschland sind ökologisch in sehr gutem oder gutem Zustand. Wie aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen hervorgeht, werden von 9804 Flüssen, Seen und Küstengewässern nur 26 als „sehr gut” und 739 als „gut” eingestuft.

3528 werden als „mäßig” bewertet, 3309 als „unbefriedigend” und 1886 als „schlecht”. 314 Gewässer wurden nicht bewertet. Diese Zahlen hat Deutschland demnach 2015 an die EU berichtet. Angaben zu einzelnen Gewässern enthält die Antwort nicht. Zuerst hatte „Spiegel online” darüber berichtet.

Welchen Anteil daran der Klimawandel hat, ist laut Bundesregierung nicht klar - es sei „keine eindeutige Differenzierung möglich”. Dass Gewässer wärmer werden, liegt nicht nur an steigenden Außentemperaturen. Auch „Wärmeeinleitungen durch Kraftwerke” hätten einen „regional begrenzten, aber deutlichen Effekt”. Problematisch sind jedenfalls die Folgen: Weniger und wärmeres Wasser bedeute weniger Sauerstoff, nicht mehr erreichbare Laichplätze in den Auen, weniger Nahrung, hohe Schadstoff-Konzentrationen.

„Über die Hälfte aller Gewässer in Deutschland sind in einem miserablen ökologischen Zustand”, sagte die Klima-Expertin der Grünen-Bundestagsfraktion, Annalena Baerbock. „Die Bundesregierung hat den Einfluss der Klimakrise auf unsere heimischen Gewässer nicht auf dem Schirm.” Der umweltpolitische Sprecher Peter Meiwald kritisierte, die Umweltbilanz der großen Koalition sei „auch im Bereich des Gewässerschutzes verheerend”.

(dpa)
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