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Studie: In US-Bienenfarmen gedeihen gefährliche Milben

Pestizide und Milben machen seit Jahren den Bienen den Garaus. Nun haben Forscher festgestellt: die industrielle Bienenhaltung fördert die Ausbreitung von Parasiten.
Ein Biene, die aus ihrer Wabe schlüpft, ist an ihrem Hinterleib von einer Varroa-Milbe befallen (Archivfoto). Foto: Andreas Lander Ein Biene, die aus ihrer Wabe schlüpft, ist an ihrem Hinterleib von einer Varroa-Milbe befallen (Archivfoto). Foto: Andreas Lander
Tucson. 

Einige Methoden der kommerziellen Bienen- und Honigindustrie in den USA befeuern die Ausbreitung der gefährlichen Varroa-Milbe. Das berichten US-Forscher im Fachjournal „Environmental Entomology”.

Anders als bei vereinzelten, wilden Bienenvölkern könnten sich die Milben - und mit ihnen todbringende Viren - besser ausbreiten, wenn eine große Zahl von Bienenstöcken eng zusammenstehe.

Auf dem Rücken von Bienen, die auf der Nahrungssuche in fremde Bienenstöcke eindringen, würden die Parasiten übertragen, schreibt Gloria DeGrandi-Hoffman vom Carl Hayden Bienen-Forschungszentrum in Tucson (Arizona). Sie hatte dazu mit Kollegen den Befall in einer großen Bienenzucht mit 120 Kolonien untersucht.

In den USA starben seit 1989 fast eine Million der damals 3,5 Millionen Bienenkolonien. Schuld daran ist neben der Varroa-Milbe vor allem Pestizideinsatz. Oft verschwinden aber auch ganze Bienenvölker mitten in der Saison ohne ersichtlichen Grund. Auch in Deutschland macht die Varroa-Milbe Imkern zu schaffen.

(dpa)
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