Die Titelseite der Bad Vilbeler Neue Presse vom 26.05.2012 als PDF zum Downloaden.
Devisen: Euro unter 1,32 US-Dollar - Griechenland bleibt Unsicherheitsfaktor
NEW YORK. Sorgen um die Reformfähigkeit Griechenlands haben am
Freitag den Euro <EURUS.FX1> belastet. Die europäische Gemeinschaftswährung
entfernte sich weiter von ihrem am Vortag erreichten Zweimonatshoch und stand
zuletzt bei 1,3173 US-Dollar. Tags zuvor war sie noch bis auf 1,3323 Dollar
gestiegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs an diesem
Tag auf 1,3189 (Donnerstag: 1,3288) Dollar festgesetzt.
Die am Donnerstag zeitweise spürbar gewesene Erleichterung über die
bekanntgegebene Einigung der griechischen Übergangsregierung, die Ansprüche der
internationalen Geldgeber zu erfüllen, verflog rasch am Devisenmarkt. Auslöser
für die neuerlichen Zweifel an der Sanierungsfähigkeit des von der Pleite
bedrohten Eurolandes war die Ankündigung der kleinsten an der griechischen
Regierung beteiligten Partei namens LAOS, dem vereinbarten Sparpaket die
parlamentarische Zustimmung zu verweigern.
Die aus IWF, EZB und EU bestehende Troika fordert von den drei
Regierungsparteien die verbindliche Zusage, das Sparpaket auch nach einer
Neuwahl mitzutragen und entsprechend umzusetzen. Ohne diese schriftliche Zusage
bleibt das zweite Hilfspaket im Wert von 130 Milliarden Euro auf Eis, womit
Griechenland de fakto pleite wäre.

Deutsche Bank / Realtime Indikation



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