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Statiker soll die Rettung bringen
Friedberg. Cornelia Meisinger befürchtet Schlimmes: Sie hat die Vermutung, dass derzeit Gründe gesucht werden, das Quellschwimmbad in Ockstadt aus Kostengründen zu schließen. Doch sie gibt ihr Vorhaben nicht auf: "Wir wollen die Badesaison 2012 auf jeden Fall durchführen."
Zunächst zu ihren Rettungsversuchen. Der Förderverein ist mit dem Statikbüro von Stefan Pfeifhofer in Kontakt getreten. Dessen Vorschlag lautet: Ein Messprotokoll soll zeigen, ob sich die vermeintlich instabilen Wände tatsächlich bewegen.
"Es handelt sich um Schwergewichtswände", schildert Meisinger. Ein plötzliches Umfallen sei nicht möglich. Und Gefahr besteht laut der Einschätzung des Ingenieurbüros Schütz aus Schöneck, das das erste Gutachten erstellt hat, nur im ungefüllten Zustand. Per Laser soll also nun gemessen werden, ob überhaupt Gefahr besteht.
Sollten sich die Wände nicht bewegen, könnte der Anstrich gefahrlos vonstatten gehen. Der Förderverein hat sich dafür selbst angeboten, so dass der Bauhof hier nicht aktiv werden müsste. Danach könnte das Becken gefüllt werden – Gefahr beseitigt.
Den Vorschlag hat der Verein an die Stadt weitergegeben. Die Verwaltung wiederum habe das Schönecker Büro darauf angesprochen, wolle sich auch mit dem Versicherer und dem Tüv beraten.
"Jetzt aber kommen neue Argumente auf. Plötzlich heißt es, dass die Quelle nicht genügend Wasser liefere und die Technik veraltet sei", berichtet Mesinger. Sie vermutet, dass Gegner des Schwimmbads nun nach Gründen suchen, um eine Schließung zu erreichen. Meisinger räumt ein, dass die Technik – obwohl zuverlässig arbeitend – irgendwann erneuert werden müsste.
Doch wenn der Zustand des Schwimmbades zunächst stabil sei, könne man ja mit der Stadt über längerfristige Lösungen nachdenken. "Weiterbetrieb, Sanierung, kompletter Neubau. Wir sind für alles offen", sagt Meisinger. Mit einem Fünf- bis Zehnjahresplan seien derartige Vorhaben aber weitaus besser planbar, der Verein könnte bis dahin benötigte Gelder durch Aktionen und Sponsoring auftreiben. kop



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