Klicken Sie aufs Bild, um über eine Karte zu Meldungen Ihrer Region zu gelangen.
Heß erstattet Strafanzeige
Galf-Stadtverordnete erhalten anonyme Schreiben mit Beschimpfungen und bösen Wünschen
Keine Frage, seit Monaten wird der Streit über die Weilbacher Verkehrsprobleme immer heftiger. Allerdings wird er nicht offen und fair mit einer Diskussion ausgetragen, sondern mit anonymen Schreiben und Verunglimpfungen.
Flörsheim. ![]()
Die beiden Stadtverordneten der Grünen Alternativen Liste Flörsheim (Galf), Sven Heß und Peter Kluin, können ein Lied von der Heftigkeit der Anwürfe singen. Sie haben im Zusammenhang mit der politischen Diskussion über die Verkehrssituation in Weilbach anonyme Schreiben erhalten. "Der Stil der Auseinandersetzung eskaliert und nimmt bedrohliche Formen an", stellt Sven Heß, der auch Bürgermeisterkandidat der Galf ist, fest. Der Galf-Stadtverordnete will nun Strafanzeige gegen Unbekannt erstatten.
Grenze überschritten
Denn der Stil und Inhalt des anonymen Briefes, den Heß am Dienstagabend im Briefkasten fand, hat ihn entsetzt. Darin wünschen ihm "verärgerte Anwohner", dass seine Tochter, die an der Rüsselsheimer Straße in Weilbach wohnt, "depressiv und krank wird". Doch damit nicht genug. Der oder die Schreiber des anonymen Briefes wünscht dem Umgehungsgegner weiterhin, dass sein ungeborenes Enkelkind "aufgrund des enormen Straßenlärms nicht schlafen kann und dadurch viel, sehr viel schreit" und dass "Ihr Enkelkind durch die hohen Abgasbelastungen Allergien und andere Probleme bekommt". Damit sei eine Grenzlinie in der politischen Diskussion über die Verkehrssituation in Weilbach eindeutig überschritten. "Hier wurde jede Grenze menschlichen Anstands und Respekts niedergerissen", zeigt sich Sven Heß empört und gleichzeitig entsetzt. "Wenn dies der Stil der politischen Auseinandersetzung sein soll, den einige wenige niveaulose Aktivisten durchsetzen wollen, dann distanziere ich mich auch im Namen der gesamten Galf hiervon ausdrücklich."
Er und seine Fraktion stünden für offene Gespräche, bei denen jeder seinen Standpunkt zum Ausdruck bringen könne, immer zur Verfügung, verdeutlicht Sven Heß. Die Galf habe sich in der Vergangenheit – besonders nach dem zweiten Bürgerentscheid in Sachen Umgehungsstraße B 519/ B 40 – für Verbesserungen in Weilbach eingesetzt und maßgeblichen Anteil daran, dass nun die kleine Umgehung für Weilbach auf den Weg gebracht sei. Die verärgerten Anwohner müssten doch eher die früheren politischen Verantwortlichen, die es in fünf Jahrzehnten trotz ihrer Mehrheiten und wiederholter Versprechungen nicht geschafft hätten, die große Umgehungsstraße zu realisieren, kritisieren. Die Galf habe seit 30 Jahren ihre Haltung gegen die Umgehungsstraße "konsequent, offen und ehrlich" vertreten und auf Diffamierungen im Rahmen des Bürgerentscheids ganz bewusst verzichtet und auf Sachargumente gesetzt; diese Haltung sei von der Mehrheit beim Bürgerentscheid mitgetragen und honoriert worden. Sven Heß will nun Strafanzeige gegen Unbekannt erstatten, um deutlich zu machen, dass er solche anonyme Beschimpfungen als ehrenamtlicher Kommunalpolitiker, der sich für die Belange seiner Heimatstadt einsetzt, nicht einfach hinnehmen will. Galf-Stadtverordneter Peter Kluin erhielt zeitgleich einen anonymen Brief "mit niveaulosen Beschimpfungen". Dieser Stil zeige, "dass einige Wenige" in Weilbach ohne Respekt und Anstand nur auf Verunglimpfung und Beschimpfung setzten. "Damit verabschieden sich diese Leute von einer ernsthaften Diskussion um Lösungen für die Verkehrsprobleme in Weilbach. Sie schaden denjenigen, die sich lösungsorientiert und mit sachlichen Argumenten an der Diskussion beteiligen", erklären Sven Heß und Peter Kluin unisono. meh



Umfassend über den Lieblingsverein informieren lassen. Gratis. Und bequem per Mail.
Folge uns unter