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Alte geben Erfahrungen weiter
Initiative spricht in Bad Vilbel über Projekte, bei denen sich Senioren einbrigen können
Das Problem ist seit langem bekannt: Unsere Gesellschaft wird immer älter. Die Jungen können die Renten der Alten nicht mehr stemmen, alte Menschen müssen dazuverdienen und wollen nicht in Passivität verfallen. In Gestalt der "Initiative für Arbeit – südliche Wetterau" (IFA) gibt es eine von Gewerkschaften, Kirchen, Kommunen und freien Trägern zusammengesetzte Gruppierung, die nicht nur jammert, sondern konkrete Handlungsstrategien entwickelt.
Von Hannes G. Mathias
Bad Vilbel. ![]()
Entwickeln Strategien für alte Menschen, die arbeiten und aktiv bleiben wollen: Peter Nickel, Ellen Benölke und Herri Stoss (von links). Foto: Mathias Beim Neujahrsempfang aus Anlass der "50. Tafelrunde" der IFA trafen sich dieser Tage etwa 25 Mitglieder und Interessierte im Haus der Begegnung – und sie bekamen bei dieser Gelegenheit einen Eindruck davon, wie weit die Überlegungen vor Ort gediehen sind.
Ellen Benölken von den DGB-Frauen Wetterau referierte über die Zusammenfassung aller Gruppierungen, die sich mit dem Alter befassen – auf einer Informationsbörse, für die am Mittwoch, 29. Februar, im Karbener Bürgerzentrum bereits ein Termin feststeht.
Bibliothek des Wissens
Und der Massenheimer Herri Stoss trug jetzt seine Ideen für eine "Bibliothek des Wissens" vor. Das Prinzip: Erfahrene ältere Menschen sollen ihr Wissen an Jüngere weitergeben. Wissen, das erworben wurde, solle nicht einfach der Vergessenheit anheim gegeben werden, betonte Stoss in seiner Präsentation.
Die Informationsbörse ist nach dem Vorbild der Herausgeber der Broschüre "Job weg – was jetzt?" gebildet. Benölken will für die Börse mit dem Titel "Leben und Arbeiten im Alter" regional produzierende Gruppen einladen, ebenso Gruppen, die sich um gemeinsames Wohnen von Alt und Jung kümmern sowie Nachbarschaftshilfen, Bürger-Aktiven und Freiwilligenzentren, aber auch das Projekt der "Wissensbibliothek" von Stoss.
Firmen ansprechen
Überregional will Benölken Firmen ansprechen, die ein altersorientiertes Beschäftigungskonzept vertreten, aber auch Künstler sowie Wissenschaftler. Stoss sucht Akademiker, vor allem aber Menschen mit einer großen Lebenserfahrung, die über Kunstgeschichte, Soziologie, Philosophie, Literatur und Politologie referieren können, die also den Menschen Kunst und Literatur nahe bringen, Exkursionen anbieten und vieles mehr. Stoss sucht weitere Interessenten, plant die Gründung eines Vereins und sieht sich nach Standort und Sponsoren um.
Herri Stoss ist per E-Mail zu erreichen unter der Adresse stoss@eastofmain.de.



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