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Jetzt singen die Hasen
Saalburgschüler führen turbulentes Musical auf
Alle zwei Jahre erfreuen Schulchor und Musical-AG der Saalburgschule Mitschüler und Eltern mit einer munteren Aufführung. Diesmal brachten sie den "Sängerkrieg der Heidehasen" auf die Bühne.
Bad Vilbel. ![]()
Sängerkrieg mit Klobürste: Ein Heidehase versucht die Prinzessin (Celia Eberhardt, rechts) zu bezirzen. Foto: Dieter Deul Auch das Wiesen-Idyll ist nicht mehr das, was es war. Im immergrünen Reich des Hasenkönigs Lamprecht VII. (Emily Brauns, 10 Jahre) soll der alljährliche "Sängerkrieg" dazu genutzt werden, um einen Gemahl für die liebliche Prinzessin (Celia Eberhardt, 9) zu finden. Die ist von den Kandidaten aber nicht gerade angetan – es sei "ein Sänger dicker und hässlicher als der andere". Nur der fesche junge Lodengrün (Tom Schneider, 10) sticht heraus.
Doch der intrigante Minister und Kandidat Wackelohr wollen ihn ausbooten. Das fiese Langohr erkauft sich beim korrupten Minister den Sieg, verstellt dem arglosen Lodengrün auch noch die Sonnenuhr, damit er den Wettbewerb verschläft. Ein Kandidat nach dem anderen, von Solisten des Schulchores mit viel Hingabe und Augenzwinkern gespielt, singt der Prinzessin rührend-schmachtende Lieder. Doch Lodengrün gibt nicht auf.
Das Stück von James Krüss hat sich Musiklehrerin Susanne Kammer ausgesucht – die gute Seele und Organisatorin der Aufführung. Mit Elan, aber auch Freude schaut sie in den mit 100 Zuschauern proppevollen Mehrzweckraum, auf 25 Chorsänger, die sich im Rhythmus der Stücke wiegen – und die 13 Schüler der Musical-AG, die mit langen Ohren und Gesichtsbemalung auftreten.
Rührend, keck und ohne Pannen zogen sie ihr Publikum in den Bann. Besonders bei ihren Mitschülern lösten sie stürmische Reaktionen aus. Am Akkordeon begleitete Lehrerin Beate Schneider mit Zylinder das Stück. Die kunterbunten Kulissen von Wiesen und Häusern zeichnete Nicole Walter.
Vier Aufführungen haben die Jungkünstler hintereinander zu leisten: zwei für die Schüler, zwei für die Eltern. Seit September laufen die Vorbereitungen. Dafür nahmen die Chorsänger einen Frühstart in Kauf, übten zwei Mal wöchentlich zur nullten Stunde ab 7.30 Uhr. Die Musical-AG traf sich nachmittags. Die Schüler gaben auch den Dialogen des Stückes einen frischen, frechen Stil.
Kammer kümmerte sich um die Proben, das Einspielen der Musik als Playback auf dem Keyboard und die drei gemeinsamen Proben von Chor und AG. Viel Aufwand? Nein, meint die Musiklehrerin und betont gelassen: "Der Spaß steht im Vordergrund!" dd



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