Neuer Kindergarten: Plädoyer für große Lösung

Niederdorfelden. Bürgermeister Klaus Büttner (Mitte) in seiner ersten Ausschusssitzung in Niederdorfelden. Flankiert wird er von Dirk Bischoff (links) und Karl Markloff (rechts). Foto: NiehoffDer Umbau des ehemaligen HL-Marktes zur Kinderbetreuungsstätte rückt immer näher. Jetzt hat der Haupt- und Finanzausschuss die Verhandlungen des Gemeindevorstandes mit Architekten zum Umbau des ehemaligen Marktes zur Kenntnis genommen. Zuvor hatte die Kinderkommission getagt und sich auf ein sogenanntes großes Konzept geeinigt.

Danach soll in dem rund 900 Quadratmeter großen Gebäude am Lindenplatz Platz für sechs Betreuungsgruppen für Kinder von einem bis zu zehn Jahren und die dazugehörenden Funktions- und Personalräume geschaffen werden. Nach den Worten des Ersten Beigeordneten Karl Markloff (SPD), der die kommissarisch geführten Amtsgeschäfte des Rathauschefs jetzt an den neuen Bürgermeister Klaus Büttner (SPD) übergab, sollen nach den Vorstellungen der Kinderkommission in dem Gebäude vier Krabbelgruppen mit je zehn Kindern und zwei Hortgruppen entstehen. In den nächsten Tagen wollen die Kinderkommission und die Ausschussmitglieder eine Ortsbegehung durchführen, um sich vor Ort zu informieren.

Berichten konnte der Vorstand auch über die Situation am Bahnhof zum Thema Fahrradständer. Auf Anfragen der Gemeinde zeigt sich die Bahn bereit, eine etwa 50 Quadratmeter große Fläche neben dem Bahnhofsgebäude an die Gemeinde für Fahrradständer zu vermieten.

Der geforderte Mietzins pro Jahr soll 3900 Euro betragen. Der Ausschuss beschloss deshalb, nach einer anderen Lösung zu suchen. Und zwar entweder im Bereich des Wendehammers nahe dem Bahnhofsgebäude, der im Gemeindeeigentum liegt. Oder aber Verhandlungen mit dem Grundstückeigentümer aufzunehmen, auf dessen Grund und Boden derzeit die Fahrräder abgestellt werden. Der hatte sich erst vor kurzem bereit erklärt, an einer Lösung mitarbeiten zu wollen.

Entwarnung konnte schließlich auch Markloff hinsichtlich der Gemeindefinanzen geben. Eine kurzzeitige Liquiditätslücke in der Gemeindekasse hatte ihn veranlasst, einen Antrag auf Entnahme aus den Rückständen zu stellen. Der Grund: Die Auszahlung der Gehälter schien kurzfristig ein Problem zu sein. Die Situation habe sich aber durch mehrere Einnahmen inzwischen wieder entschärft, so dass von einer teilweisen Auflösung der Rücklagen in Höhe von 150 000 Euro nun doch wieder Abstand genommen werden konnte. Um nicht noch einmal in eine ähnliche Notlage kommen zu können, wird Büttner in der nächsten Gemeindevertretersitzung einen Antrag auf Erhöhung der Kassenkredite stellen. Auch werde sich die finanzielle Lage der Gemeinde bald besser gestalten, da im Neubaugebiet Hainspiel nur noch ein Grundstück zum Verkauf anstehe und dann das Vorhaben mit dem Investor abgerechnet werden könne.

Büttner zeigte auch in dieser Frage, dass er kein Neuling in Sachen Gemeindefinanzen ist. Denn er konnte den Ausschussmitgliedern sogleich erklären, dass Rückstände nicht zum Haushalt der Gemeinde gezählt würden und daher sorgsam für schwierige Zeiten oder für Sonderinvestitionen aufbewahrt werden sollten. jwn

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