Beim Aufstieg bleibt Schwegler
Der Schweizer hat derzeit kein Problem, auf der Bank zu sitzen. Und ihm gefällt es in Frankfurt gut.
Frankfurt. ![]()
Wenigstens im Training kann Pirmin Schwegler (Archivbild) nach seinem Zehenbruch wieder gegen den Ball treten. Foto: KleinDen Stammspielern und den meisten Reservisten des Fußball-Zweitligisten Eintracht Frankfurt hatte Trainer Armin Veh nach dem 6:1-Kantersieg gegen den FSV Frankfurt zwei freie Tage gegönnt. Arbeiten mussten am Faschingsdienstag aber mit Aykut Özer, Martin Amedick, Bamba Anderson, Mohamadou Idrissou und Sonny Kittel all jene Profis, die wegen der Nachwirkungen von Verletzungen noch konditionellen Nachholbedarf haben.
Mitten drin in der kleinen Trainingsgruppe, die vom "Freiwilligen" Rob Friend und den U 23-Spielern Elia Soriano und Anthony Jung ergänzt wurde, auch Pirmin Schwegler. Der Kapitän der Eintracht arbeitet nach seinem im Trainingslager im Januar in Katar erlittenen Bruch des großen Zehs am linken Fuß hart an seinem Comeback. Am Sonntag beim schweren Auswärtsspiel in Paderborn soll es so weit sein, ob sofort in der Anfangself oder zunächst auf der Bank, das ist noch offen.
Konkurrent Lehmann
"Wenn ich hundertprozentig fit bin, dann kann ich der Mannschaft helfen", sagt Schwegler, "bin ich nur achtzig Prozent fit, habe ich kein Problem, auch von der Bank zu kommen." In den nächsten Trainingstagen muss der Trainer also die schwere Entscheidung treffen, ob er den eigentlich "gesetzten" Schwegler dem zuletzt so starken Matthias Lehmann wieder vorzieht oder erst über Einwechslungen langsam wieder heranführt.
"Bei uns ist auf jeden Verlass, das macht uns stark", sagt Schwegler ganz im Sinne seines Kapitänsamtes, "die Jungs haben zuletzt toll gespielt, die Mannschaft steht über allem." Der 24 Jahre alte Spielmacher der Eintracht will keinesfalls ungeduldig werden mit Blick auf sein Comeback. "Ich werde auf jeden Fall noch gebraucht bei den letzten zwölf und hoffentlich nicht vierzehn Spielen", sagt er ganz ruhig. Die Relegation zur Bundesliga müsse nicht sein, der direkte Aufstieg ist das Ziel.
Armin Veh muss nicht nur die personellen Fragen in dieser Woche beantworten, sondern auch die spieltaktischen. Mit Schwegler hat die Eintracht in der Vorrunde erfolgreich in einem 4-1-3-2-System gespielt, ohne ihn zuletzt genauso erfolgreich im 4-2-3-1-System. "In der Hinrunde haben wir mit zwei Spitzen gespielt, weil wir damit gefährlicher waren", sagt Schwegler, "jetzt ist es anders auch gut gelaufen." Die Systemfrage sei immer abhängig von der jeweiligen Situation.
Der Trainer geht sowieso davon aus, "dass wir variabel genug sind, um in beiden Systemen gut zu spielen." Und Schwegler ist überzeugt, dass er bei beiden Varianten seine Stärken einbringen kann. "Wenn wir zwei Sechser haben, könnte ich etwas offensiver spielen, das wäre auch schön", sagt er, "ich spiele, wo es gefordert wird."
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Kommentare
Stefan Schmitt schrieb am 22.02.2012 18:52 Uhr
Mit 2 Stürmern ist alles besser
Ich bin der Meinung das Eintracht mit 2 Stürmern niemals abgestiegen wäre also sollte Veh auch wieder mit 2 echten Stürmern Hoffer und Idrissou spielen lassen. Dahinter Meier, Köhler, Matmour und Kittel. Offensive ist angesagt und keine Funkelmauerei. Clark wurde jetzt auch bis Saisonende nach Norwegen ausgeliehen. Auch so ein Bruchhagen Missverständnis. Bellaid und Caio sowie Korkmaz noch weg dann spart man sich viel Geld.Bin ja gespannt ob Schwegler wirklich seinen Vertrag verlängert.Man ist ja auch monatelang hinter ihm hergelaufen nur bei Franz war das Mass zu voll.Neuzugang Abu von Manchster sehe ich als nächsten Fehleinkauf der nie spielen darf.