Bilderstrecke: Offenbach spielt nur Unentschieden
Fans des OFC warten auf den Anpfiff des Spiels. Offenbach kam gegen Rot Weiß Oberhausen nicht über ein Unentschieden hinaus. Die Begegnung endete 1:1. Alle Fotos: RoskaritzKickers verschenken zwei Punkte
Schwache Kickers erreichen in Oberhausen nur ein 1:1
Fußball-Drittligist Kickers Offenbach wartet nach dem 1:1 in Oberhausen in diesem Jahr weiter auf den ersten Sieg.
Oberhausen. ![]()
Abgehoben: Sead Mehic, der Kapitän der Offenbacher Kickers, klärt per Kopfball. Foto: Roskaritz Die Mannschaft vom Bieberer Berg enttäuschte erneut: Die Hessen mussten sich beim Abstiegskandidaten Rot-Weiß Oberhausen mit einem mageren Punkt begnügen und bleiben damit auf Rang neun. "Wenn du vier Hundertprozentige hast und nur 1:1 spielst, ist es zu wenig", ärgerte sich Kapitän Sead Mehic.
Trainer Arie Van Lent hatte nach der 0:1-Heimpleite gegen Chemnitz gleich vier Änderungen in der Startformation vorgenommen. Anstelle von Elton da Costa (Schleudertrauma), Marcel Stadel, Stefano Cincotta und Kai Hesse kamen in Oberhausen Pascal Testroet, Stefan Kleineheismann, Lars Bender und Marc Stein von Beginn an zum Einsatz. Zudem wurde das System leicht verändert – von 4-1-4-1 auf 4-1-3-1-1 mit Stefan Vogler als hängender Spitze hinter Testroet.
Ein Weckruf
Gebracht haben die Umstellungen zunächst nichts, wie gegen Chemnitz lief in der Offensive nichts zusammen. Das Spiel war insgesamt sehr zerfahren – von beiden Seiten. "Wir haben uns sehr schwer getan. Die Mannschaft wirkte ängstlich, die Bälle wurden auch ohne Zwang einfach hoch und weit nach vorne gedroschen und häufig verschenkt", kritisierte van Lent die Leistung in den ersten 45 Minuten. Fehlpässe und Ballverluste bestimmten das Geschehen. Echte Torchancen gab es nicht. Zudem gab es immer wieder kleine Fouls. Bei einem solchen fiel Markus Husterer unglücklich auf die Schulter hin und musste durch Stadel ersetzt werden. Im Anschluss an ein Foul von Maximilian Ahlschwede gab es in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit einen Freistoß für RWO. Timo Kunert flankte von rechts und der frei stehende Felix Schiller verwandelte mit einem unhaltbaren Direktschuss zum 1:0.
Auch nach dem Seitenwechsel war die Elf von Trainer Mario Basler zunächst spielbestimmend. Das 1:1 fiel quasi aus dem Nichts. Lars Bender hatte den Ball bereits verloren, doch nachdem der Oberhausener Gegenspieler einen groben Fehler beging, war Bender plötzlich ganz frei. Sein schönes Zuspiel in die Mitte verwertete Testroet aus kurzer Entfernung zu seinem sechsten Saisontor (58.).
Dies war der Weckruf: Plötzlich lief das Spiel besser. "Wir haben die Kickers zum Leben erweckt. Nun waren sie aggressiver in den Zweikämpfen, feldüberlegen und erspielten sich klare Torchancen. Am Ende mussten wir froh sein, den einen Punkt gerettet zu haben", ärgerte sich Basler. Doch was nutzt das schönste Spiel, wenn die Offensive so kläglich versagt. Vogler scheiterte allein vorm Torwart aus sieben Metern, der eingewechselte Hesse platzierte seinen Heber statt im Tor in den Wolken. André Hahn schoss aus der Drehung ungehindert Melka direkt in die Arme und brachte dann in der Schlussminute bei einem Solo den Ball nicht an dem Oberhausener Keeper vorbei. "Auf diese zweite Halbzeit können wir aufbauen", wollte Ahlschwede dem Spiel doch noch etwas Positives abgewinnen.löf
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