Die Titelseite der Nassauische Neue Presse vom 26.05.2012 als PDF zum Downloaden.
Ausstellung über Verleger Springer im Jüdischen Museum
Das Jüdische Museum widmet dem Verleger Axel Springer (1912-1985) im Frühjahr eine Ausstellung. Dabei geht es vor allem um sein Engagement für Israel.
Frankfurt. Die Ausstellung "BILD dir dein Volk! Axel Springer und die Juden" haben das Jüdische Museum Frankfurt und das Fritz Bauer Institut gemeinsam erarbeitet. "Sie handelt von der Person Axel Springers und ihren Kontrahenten und beleuchtet, welche Bedeutung seine Haltung zu den Juden und zu Israel für die deutsch-jüdische Nachkriegsgesellschaft hatte", hieß es im Vorfeld.
"Springer wurde als Philosemit wahrgenommen", sagt Fritz Backhaus, der stellvertretende Direktor des Museums, der dpa. "Wir wollten wissen: Welche Konsequenzen hat das für die Springer-Medien, welche Folgen hat das für die Nachkriegsgesellschaft." 20 Jahre lang sei Springer mindestens einmal pro Jahr nach Israel gereist, er sei mit dem Bürgermeister von Jerusalem befreundet gewesen, habe sich für ein radikales Versöhnungsprojekt engagiert, für jüdische Institutionen gespendet und sogar seine Redakteure im Arbeitsvertrag verpflichtet, sich für die deutsch-jüdische Versöhnung einzusetzen.
Als "größter deutscher Medienunternehmer der Nachkriegsgeschichte" ebenso wie als "Persönlichkeit, die polarisierte" sei Springer ein lohnendes Forschungsthema, finden die Organisatoren der Ausstellung. "BILD Dir Dein Volk!" wird am 14. März eröffnet und dauert bis 29. Juli.
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