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Grünen-Kreistagsfraktion schließt Twitter-Rebellen aus
Nach einem wochenlangen Streit um den Grünen-Politiker Daniel Mack und seine Twitter-Nachrichten haben die Grünen im Main-Kinzig-Kreis den 25-Jährigen aus der Fraktion ausgeschlossen.
Gelnhausen/Hanau. Bei einer Sitzung am Donnerstagabend in Hanau stimmten neun Mitglieder der 13-köpfigen Fraktion für den Rauswurf des Twitter-Rebellen. Mack kündigte an, dennoch dem Kreistag weiterhin angehören zu wollen - dann als Fraktionsloser. Anfang Oktober war Mack bereits aus dem Fraktionsvorstand gewählt worden.
Zwischen der Fraktion und dem früheren Vize-Vorsitzenden hatte sich in den vergangenen Wochen ein heftiger Streit entsponnen. Es ging um Macks Nutzung des Online-Kurznachrichtendienstes Twitter. Er war aufgefordert worden, seine politischen Twitter-Nachrichten einzuschränken, weil sie nicht immer auf der Fraktionslinie lagen.
Jurastudent Mack reagierte am Donnerstag empört auf seinen Ausschluss: "Wo kommen wir denn hin, wenn Leute vor die Tür gesetzt werden, die eine andere Meinung vertreten." In dem Streit war Mitte Oktober ein Vermittlungsversuch des Landesgeschäftsführers der hessischen Grünen, Kai Klose, gescheitert.
Macks Beiträge via Twitter hätten in einigen Fällen nicht der Haltung der Fraktion entsprochen und auch dem Koalitionspartner SPD geschadet, sagte Grünen-Fraktionschef Reiner Bousonville. Mack hatte betont, er habe über einen Hinweis in seinem Profil deutlich gemacht, dass es sich bei den Mitteilungen um seine Privatmeinung handele - und nicht um die der Fraktion. Er lasse sich nicht vorschreiben, was er über Twitter verbreite. Grünen-Mitglieder warfen Mack vor, sich destruktiv zu verhalten. Er stelle sein Ego über die Gemeinschaft.



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