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Brand auf Bauernhof - Familie starb im Schlaf
Nur noch qualmende Trümmer sind von dem Haus in Dietkirchen geblieben. In dem Bauernhof war in der Nacht aus bislang ungeklärter Ursache ein Feuer ausgebrochen. Foto: dpa
Limburg. In einem brennenden Bauernhaus im Limburger Stadtteil Dietkirchen sterben am frühen Dienstagmorgen sechs Menschen. Vier weitere Bewohner liegen im Krankenhaus, wie ein Sprecher der Polizei in Wiesbaden sagte.
Bei den Toten handele es sich nach ersten Erkenntnisse um ein Ehepaar und seine drei erwachsenen Kinder sowie einem Mann, der aus dem Fenster eines Dachgeschosses gesprungen war. Unter den Verletzten seien die Großeltern. Auch ein Erntehelfer hätten schwere Verletzungen erlitten.
Die Familie erstickte im Rauch
Wie ein Sprecher der Feuerwehr am Dienstagmorgen sagte, seien die Eltern und ihre erwachsenen Kinder wohl erstickt. Es deute zunächst nichts darauf hin, dass die Familie versucht habe, das Haus noch zu verlassen. Einen Brandmelder habe es vermutlich nicht gegeben. Das Feuer sei im Ober- oder Dachgeschoss ausgebrochen.
Wie Stadtbrandinspektor Uwe Zimmermann sagte, brannte das Haus am Ortsrand ab dem ersten Obergeschoss aufwärts lichterloh. Die Flammen schlugen aus den Fenstern. 60 Feuerwehrleute kämpften gegen das Inferno und waren am Morgen noch längere Zeit mit Nachlöscharbeiten beschäftigt. Sie verhinderten, dass die Flammen auf Stallungen mit Kühen und Schweinen übergriffen. Die Tiere kamen nicht zu Schaden. Ein Augenzeuge berichtete der Deutschen Presse-Agentur von weinenden Feuerwehrleuten.
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Der Großvater der Familie konnte sich anscheinend zunächst selbst befreien, ging aber noch einmal ins Haus, aus dem ihn dann die Feuerwehr retten musste. Für seinen 59 Jahre alten Sohn, dessen 56-jährige Frau sowie die Kinder kam jede Hilfe zu spät. Ein Arbeiter, der mit zwei Kollegen auf dem Hof wohnte, lief verstört umher und wurde gerettet.
Ein völlig zerstörtes Haus
Die Nachricht von dem Feuer verbreitet sich rasend schnell, Bürgermeister Martin Richard eilt an den Brandort. «Ich bin zutiefst geschockt», sagte er. Auch Nachbarn und Freunde versammeln sich am Dienstagmorgen vor dem völlig zerstörten Anwesen.
Gegen drei Uhr habe ihn ein Freund geweckt: «Wir müssen zum Hof!», berichtete ein benachbarter Landwirt mit Tränen in den Augen. «Wir haben immer zusammen geschafft.» Eine Handvoll Bauern will sich nun fürs Erste um das Vieh kümmern, dessen Stall vor dem Übergreifen der Flammen geschützt werden konnte.
Menschen kämpfen mit den Tränen
Viele Menschen kämpfen mit den Tränen, auch einige Feuerwehrleute. Der Wehrführer aus Dietkirchen, Jürgen Meyer, kannte die Familie persönlich. Bekannte berichten von «sehr hilfsbereiten und immer freundlichen Leuten».
Das Haus brannte komplett aus. Laut Feuerwehr verschlimmerte das komplett aus Holz bestehende Treppenhaus den Brand zusätzlich. Am Vormittag wurden Experten des Landeskriminalamts und Gerichtsmediziner am Unglücksort erwartet. Wie das Feuer ausbrechen konnte, war zunächst völlig unklar. Vermutlich habe zuerst die obere Etage gebrannt, sagte ein Feuerwehrsprecher.
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