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Hausener Wehr bekommt ein neues Haus
Wenn alles rund läuft, sollen die Bauarbeiten im Ortskern im Herbst dieses Jahres beginnen
Darauf haben die Hausener Feuerwehrleute lange gewartet. Pünktlich zu ihrem runden Geburtstag bekommen die Blauröcke ein Geschenk von der Stadt: ein neues Feuerwehrhaus.
Hausen. ![]()
Viel zu eng: Im Gerätehaus müssen nicht nur die Wagen Platz finden, sondern auch die Garderobe.In einem maroden Zustand befindet sich der helle Flachbau mit der blauen Umrandung an der Straßenecke Am Spritzenhaus. Das unscheinbare Domizil der Freiwilligen Feuerwehr Hausen, die vor nunmehr 130 Jahren im Frankfurter Hof in der damals selbstständigen Gemeinde vor den Toren Frankfurts von 15 gestandenen Männern gegründet wurde. Den Geburtstag aber wollen die Hausener in diesem Jahr noch nicht feiern. "Erst im nächsten Jahr mit einen neuen Feuerwehrhaus", begründet Wehrführer Friedrich Lamp die Verschiebung.
Ein Fall für den Abriss
Das heutige Gerätehaus hat mittlerweile seine 35 Jahre auf dem Buckel, und die Altersgebrechen sind deutlich zu sehen. Der Bau "ist nicht mehr sanierungsfähig", darüber sind sich alle einig, vom Minifeuerwehrmädchen bis hin zum Feuerwehrstadtrat Markus Frank (CDU). Von Rissen durchzogen ist das Mauerwerk und außen blättert der Putz ab. Undicht ist das Flachdach an mehreren Stellen, die Warmwasserversorgung der Duschen funktioniert nicht mehr richtig ebenso wie die Heizungsanlage und die Be- und Entlüftung in der Fahrzeughalle.
Auch entspräche der Bau nicht mehr dem heutigen technischen Standard und den Bauvorschriften, so Lamp. In der Fahrzeughalle hängt die Schutzkleidung direkt neben den Einsatzfahrzeugen. Während das erste Fahrzeug die Halle verlässt, ziehen sich die anderen Kameraden noch um. "Wir haben zwar niemand umgefahren", so der stellvertretende Wehrführer Markus Dierbach ironisch, "aber durch die Abgase fast vergiftet." Außerdem sei das Gerätehaus zu klein.
Damals, 1977, war das Gerätehaus für 20 Feuerwehrleute konzipiert. Heute dagegen zählt die Einsatzabteilung 35 Mitglieder, davon fünf Frauen, die Jugendwehr 14 und die Miniwehr acht Mitglieder.
Große Hoffnungen setzen die Blauröcke deshalb in den Neubau. "Im Herbst wird mit den Bauarbeiten begonnen", verspricht Stadtrat Markus Frank. Rund 1,5 Millionen Euro werden Abriss und Neubau kosten. Nach einem Jahr Bauzeit, hofft Stadtbrandinspektor Peter Kraft, werden die Hausener ein modernes Gerätehaus haben. Vorausgesetzt, die Stadtverordnetenversammlung stimmt der entsprechenden Vorlage zu.
Mehr Fläche geplant
Vorgesehen ist eine Erweiterung der Grundfläche von jetzt 300 Quadratmetern auf rund 400 Quadratmeter. Die Fahrzeughalle wird künftig drei Einsatzfahrzeugen, statt bisher nur zwei, Platz bieten. Der jetzt eingeschossige Anbau wird zweigeschossig und somit doppelt so groß. Also Platz bieten für getrennte Umkleideräume und Duschen für Frauen und Männer sowie einem separaten Büro und Unterrichtsräumen und einer kleinen Küche. Es gibt getrennte Garderoben für Schutzkleidung und Privatkleidung.
Auch architektonisch soll der Neubau die Feuerwehr ins Blickfeld rücken, verspricht Stadtrat Markus Frank. Der jetzige Flachbau gegenüber dem imposanten Bau der Kerschensteinerschule wirkt eher wie eine Schlosserwerkstatt. Als Feuerwehrhaus ist er kaum erkennbar, obwohl die Feuerwehr aus dem örtlichen Vereinsleben nicht wegzudenken ist. ralf



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