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Bienenfreunde vorn
„Umweltschutz im Fluss der Zeit“: Johann Scheiwein gewinnt Preis der Stadt
Die Stadt Limburg hat die Gewinner des Umweltpreises ausgezeichnet.
Limburg. ![]()
Johann Scheiwein zeigt, wie eine der "bebauten Nisthilfen" funktioniert. Auf dem kleinen Foto ist er mit den anderen Preisträgern und Jurymitgliedern zu sehen. Dritter von rechts (hinten) der Erste Stadtrat Michael Stanke, der die Auszeichnungen übergab. Fotos: BraunJohann Scheiwein hat den Umweltpreis der Stadt Limburg gewonnen. Der Staffeler kämpft seit Jahren in vorbildlicher Weise um das Überleben von bedrohten Wildbienenarten. Erster Stadtrat Michael Stanke (CDU) überreichte die Auszeichnung am Dienstagabend im Rathaus. Der Wettbewerb stand in diesem Jahr unter dem Motto "Umweltschutz im Fluss der Zeit – Nachhaltiger Biotop- und Artenschutz".
Zweiter Preisträger wurde der Imkerverein Goldener Grund mit seinem Vorsitzenden Friedrich Hellbach aus Eschhofen. Der dritte Platz ging an Heinz Müller aus Staffel, der auf seinem Grundstück neben selbstgebauten Vogelhäusern auch ein Insektenhotel beherbergt.
Stanke erläuterte, dass die Ausschreibung im Jubiläumsjahr der Stadt Limburg 2010 erfolgt ist. Deshalb lehnte sich die Aktion an das Jubiläumsmotto "Im Fluss der Zeit" an. Der Vize-Bürgermeister dankte allen Preisträgern und auch den übrigen Bewerben für ihr Engagement zum Wohle der Umwelt.
Der Artenschutz sei nicht ohne Grund zum Schwerpunktthema gewählt worden, sagte Michael Stanke. Dieser sei ein unterschätzter Teil des Umweltschutzes und heute viel breiter aufgestellt als früher.
2500 Euro vergeben
Die Jury, so der Erste Stadtrat weiter, habe sich intensiv mit den insgesamt sechs eingereichten Bewerbungen auseinandergesetzt und eine gute Entscheidung getroffen. Insgesamt ist der Umweltpreis dotiert mit 2500 Euro; der Sieger erhält 1600 Euro, der Zweitplatzierte 600 Euro und der Dritte 300 Euro. An der Ausschreibung konnten sich Limburger Bürger, Schulen und Kindergärten, Vereine und Organisationen beteiligen.
Johann Scheiwein hat in seinem Garten Wildbienen angesiedelt, vor allem die "Rote Mauerbiene" und die "Gehörnte Mauerbiene". Diese sogenannten Solitärbienen bilden keinen Bienenstaat und zählen zu den bekanntesten Wildbienen. Viele Wildkräuter sind auf Wildbienen als Bestäuber angewiesen. Scheiwein hilft nach eigenen Worten den Bienen durch selbst angefertigte Nisthilfen, die jedes Jahr ausgebessert und gereinigt werden müssen, damit sie den Bienen für die nächste Brut zur Verfügung stehen.
Der passionierte Bienenschützer besticht durch seinen immensen Sachverstand, den er übrigens gerne an interessierte Besuchergruppen oder Schulklassen weitergibt. Weitere Gäste im Garten des Staffelers sind Erdhummeln, die im Gegensatz zu den wildlebenden Bienen einen einjährigen Staat bilden, sowie die "Blaue Holzbiene", die in alten Birnbäumen nistet. Zur "Abrundung" des Nistangebotes für Insekten haben auch umweltverträgliche Nützlinge wie Ohrschlitze ihren Platz im Garten des Preisträgers, in dem auch Vogelhäuschen hängen.
Nisthilfen
Der zweite Preisträger, der Imkerverein "Goldener Grund", steht nicht nur für das Handwerk der Imkerei, sondern gibt auch Einblicke in die faszinierende Welt der Bienen und leistet seit Jahren einen Beitrag für den Erhalt der biologischen Vielfalt mit Nisthilfen für Wildbienen sowie Hummelkästen.
Den Mitgliedern ist es ein besonderes Anliegen, sich mit ihrem Wissen beim Wildbienenschutz einzubringen. Denn von den rund 500 in Europa lebenden Wildbienenarten (die alle geschützt sind) ist rund die Hälfte in ihrem Bestand bedroht.
Heinz Müller ist nicht nur in Staffel für seine große Tierliebe bekannt. Auf seinem Grundstück hat er ein Insektenhaus errichtet, das vielen Tieren einen sicheren Zuschlupf bietet, sowie zahlreiche Vogelhäuser aufgehängt. bra



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