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Die besten Kaninchen – und manche landen im Topf
Bester Verein war Wallmerod vor Dauborn und Heringen
Zum 24. Mal präsentierte der Kleintierzuchtverein Dauborn und Umgebung in der Mehrzweckhalle seine offene Rammlerschau mit Häsinnenverkaufsschau zum Abschluss der Schausaison. Wie Vorsitzender Manfred Kaiser berichtete, hatte es sein Verein schon im 13. Jahr in Folge geschafft, bei den ausgestellten Tieren an die 400er-Marke heranzukommen.
Hünfelden-Dauborn. ![]()
Vereins- und Verbandsvertreter, Kommunalpolitiker und erfolgreiche Züchter freuten sich über die gelungene Rammlerschau: Vorsitzender Manfred Kaiser (8. v. li.), CDU-Kreistagsfraktionsvorsitzender Joachim Veyhelmann (11. v. li.), Bürgermeisterin Silvia Scheu-Menzer (14. v. li.), Kreisverbandsvertreter Jörg Giebeler (rechts) sowie Ortsvorsteher Thomas Dombach und Landrat Manfred Michel (4. v. re.) mit den ausgezeichneten Züchtern. Den Landesehrenpreis für das beste Tier des Ministerpräsidenten sicherte sich Nico Belhadi (3. v. li.). Fotos: Klöppel. Letztes Jahr seien in Dauborn sogar 500 Tiere präsentiert worden, aber auch 386 Tiere 2012 stellten ein stolzes Ergebnis dar, betonte der Vorsitzende des Kleintierzuchtvereins Dauborn Manfred Kaiser. Dieses Jahr könnten einfach einige Züchter terminlich nicht mehr, oder hätten kein gutes "Material" mehr, da zwischenzeitlich schon viele Kaninchen in den Topf gewandert seien. Denn die Nachfrage sei groß.
Kaiser betonte aber, dass dennoch eine hohe Leistungsqualität habe präsentiert werden können. Schön sei auch, dass wieder Züchter bis über die Landesgrenze hinaus den Weg nach Dauborn gefunden hätten, "denn wir haben schließlich alle dasselbe Hobby und sollten zusammenhalten". Den Erfolg der Schau machten aber ebenso ein guter Draht zur Gemeinde und zur Kommunalpolitik und der Fleiß der Helfer im eigenen Team aus, das eine starke Truppe darstelle. "Unser Verein ist wie eine große Familie", betonte Kaiser. Es sei heute besonders wichtig, über Schauen Aufmerksamkeit für die Kleintierzucht zu wecken. Denn Leute für dieses Hobby zu gewinnen, sei nicht mehr so einfach, da ein Computer beispielsweise nicht jeden Tag Wasser brauche und nicht gemistet werden müsse.
Landrat Manfred Michel (CDU) bemerkte, dass bei solchen Schauen stets eine schöne Atmosphäre herrsche, man nette Menschen treffe. "Mittlerweile fühle ich mich bei den Züchtern schon dazugehörig", versicherte der Kreis-Chef. Er dankte allen, die dieses Hobby betreiben. Jörg Giebeler als Vertreter des Kreisvorstandes der Rassekaninchenzüchter betonte, dass die Dauborner Schau am Ende der Saison immer noch einmal einen absoluten Höhepunkt darstelle. Das zeige sich an der großen Zahl der vertretenen Kreisverbände. Der ausrichtende Verein habe absolute Hochachtung für das verdient, was er hier wieder auf die Beine gestellt habe, lobte der Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion, Joachim Veyhelmann. Bürgermeisterin Silvia Scheu-Menzer (parteilos) würdigte die "tolle Ausstellung mit schönen Tieren". Bei der Bewertung der Tiere würden hohe Maßstäbe angelegt. Sie wünsche allen Züchtern bei ihrer anspruchsvollen Arbeit weiterhin den nötigen Erfolg, sagte die Schirmherrin. Schön sei, dass in Dauborn viele Jugendliche mit ausstellen würden.
Bester Rammler
Den besten Rammler der Schau stellte mit Kleinschecken schwarz weiß und 98,0 Punkten Nico Belhadi (Wiesbaden), der damit gleichzeitig die Wertung bei den kleinen Rassen gewann.
Bester Verein mit zehn Tieren war Wallmerod mit 967,0 Punkten vor Dauborn (964,0) und Heringen (962,0). Bei den großen Rassen war Klaus Seifert (Holzhausen) mit Deutsche Widder Wildgrau/Hasengrau (97,0) siegreich, bei den mittleren Rassen Reinhard Pötz (Molsberg) mit Graue Wiener (97,5).
Viele schöne Tiere
Bei den Zwergrassen triumphierte die Züchtergemeinschaft Schupp (Wissen) mit Hermelin Blauaugen (97,0), bei den Kurzhaarrassen Jörg Giebeler (Oberzeuzheim) mit Castor Rex (97,5), bei den Haarstrukturrassen die Züchtergemeinschaft Grosch (Wiesbaden) mit Satin Thüringer (96,5) und bei den Langhaarrassen Angelika Hainz-Böhm (Oberursel) mit Jamora (96,0). Die Züchtergemeinschaft Schupp gewann ebenso den Pokal für den besten Zwergwidder mit Zwergwidder Wild-/Hasengrau (97,5). In der Jugendwertung ging Platz eins an Lucas Heidrich (Hahn) mit Zwergwidder weiß Rotaugen (96,5), Platz zwei an Jan Gemmer (Holzhausen) mit Deutsche Kleinwidder Wild-/Hasengrau (96,5) und Platz drei an David Kaiser (Oberneisen) mit Helle Großsilber (96,0). Den Pokal für Rang vier erhielt Steffen Parsche (Elbgrund) mit Graue Wiener, den für Rang fünf Pascal Knecht (Kirberg) mit Deilenaar (beide 96,0).rok



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