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Die langwierige Arbeit am schnellen Internet
Die Versorgung von Nieder- und Oberbrechen wird weitaus teurer als gedacht, und bis zur endgültigen Beauftragung eines Kommunikationsunternehmens beziehungsweise einer funktionierenden DSL-Versorgung wird noch einige Zeit ins Land gehen.
Brechen. Die Verhandlungen mit den in Frage kommenden Unternehmen gestalteten sich in der Vergangenheit recht schwierig. Trotz Erinnerung im 14-tägigen Turnus dauerte es oft monatelang, bis eine Auskunft von den Versorgern oder der von ihnen beauftragten Unternehmen zu erhalten war. Diese Erfahrung hat die Gemeinde Brechen gemacht. Und noch mehr: Der auf diesem Sektor technisch fast rasende Fortschritt sorgte darüberhinaus dafür, dass Auskünfte von gestern schon heute nicht mehr zutreffen, was besonders auch bei den Kosten zu beobachten war.
Sicher scheint inzwischen zu sein, dass es für die Gemeinde Brechen nur für eine Funklösung Landeszuschüsse gibt. Sollte eine alternative Technik zur Funklösung von der Gemeinde Brechen beauftragt werden, entfallen alle Landeszuschüsse, so die Auskunft der für die Vergabe zuständigen WI-Bank Wetzlar. Ob dies das "letzte Wort" ist, steht nicht fest, so die Einschätzung von Bürgermeister Werner Schlenz (parteilos). Das letzte Angebot sieht eine kombinierte Kabellösung für Niederbrechen und eine Hybridlösung für Oberbrechen vor. Die Investitionssumme wurde mit 161 995 Euro, die Landesförderung mit 97 197 Euro angegeben; Eigenanteil der Gemeinde somit 64 198 Euro.
Wettbewerbsnachteil
"Die ungelöste DSL-Frage wird für unsere Gemeinde zunehmend zu einem Wettbewerbsnachteil. Firmen wie auch Privatpersonen klagen über die mangelnde Versorgung", machte CDU-Fraktionsvorsitzender Sebastian Frei den Unmut im Lande deutlich. Das Thema sei schon heute für den einen oder anderen ein Entscheidungskriterium, wo er sich niederlasse beziehungsweise wo er investiere. Seitens der Verwaltung wie auch der Gemeindevertretung sei dem Thema oberste Priorität einzuräumen. Der FWG-Fraktionsvorsitzende Gerd Roos sprach sich für eine bald mögliche Umsetzung aus. Nicht erst in 2013 sollte das Projekt realisiert werden, sondern möglichst schon in 2012. Roos sprach sich für eine Kabellösung in beiden Ortsteilen aus. Nach dem vorliegenden Beschlussvorschlag soll im direkten Gespräch mit der Telekom versucht werden, ein individuelles Angebot für Nieder- und Oberbrechen zu erreichen. Danach werden die kommunalen Gremien erneut beraten und eventuell entscheiden. Dieser Vorschlag wurde vom Gremium einstimmig akzeptiert.
Wie Bürgermeister Werner Schlenz nach der Sitzung in einer Pressemitteilung bekannt gab, setzt die Gemeinde Brechen ihre Bemühungen um besseres DSL verstärkt fort. So hätten die kommunalen Gremien in ihren zurückliegenden Sitzungen einhellig festgestellt, dass für die Gemeinde Brechen nur eine zukunftsweisende technische Lösung sinnvoll ist, die ausschließlich in einer kabelgebundenen Variante gesehen wird. Das interkommunale Projekt wurde trotzdem als Erfolg bezeichnet, da im Rahmen dieses Projektes sachliche und auch finanzielle Aspekte beleuchtet wurden, die zu einer erheblichen wirtschaftlichen Besserung bei kabelgebundenen Lösungen führen.
Beschlüsse im September?
Nach inzwischen aufgenommenen Gesprächen wird in Aussicht gestellt, dass die Gemeindevertretung bereits in ihrer Sitzung im September dieses Jahres Beschlüsse fassen kann, die eine zeitnahe Anbindung von Nieder- und Oberbrechen an das schnelle Datennetz ermöglichen. Im Interesse aller Internet-Nutzer wird versucht, Lösungen zu finden, die auch für den Endverbraucher zu einem vertretbaren Tarif bei zuverlässigen Geschäftspartnern gebucht werden können. Für eine solche Lösung sieht Schlenz auch keine Probleme bei den Entscheidungen der politischen Gremien.wu



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