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Diese Schule fürs Leben ist freiwillig und vielseitig
Die Schule hinter den Kulissen kennenlernen, erste Einblicke ins Berufsleben gewinnen und viel Kontakt mit den Kindern – dieses Erlebnis Schule haben derzeit zwei junge Menschen, die an der Theodissa Realschule plus in Diez ihr freiwilliges soziales Jahr (FSJ) absolvieren.
Diez. ![]()
Sebastian Ernst und Corinna Schmidt. Foto: WesterwegDas ist eine Tätigkeit so recht nach dem Geschmack dieser jungen Leute: Im Rahmen der Ganztagsschule leiten sie AGs, begleiten Schülerinnen und Schüler in die Mensa, sorgen dort für einen geordneten Ablauf, springen aufsichtsmäßig ein, wenn kurzfristig eine Lehrkraft ausfällt und nicht durch andere Lehrer ersetzt werden kann und beraten Kinder in der staatlich geförderten Leseecke. Dabei gewinnen sie Erkenntnisse fürs Leben. Sie haben Einblicke in den Verwaltungsablauf der Schule, schauen Lehrern über die Schulter, können als Kursleiter pädagogische Fähigkeiten einüben und unter Beweis stellen und gewinnen Erkenntnisse über ihre eigene berufliche Zukunft. Kurz: Ein FSJler wird in diesem einen Jahr reifer fürs Leben.
Vorbereitung fürs Leben. Das können die zwei jungen Leute, die seit Anfang des Schuljahres in der Theodissa Realschule plus fünf Mal in der Woche von 7.30 bis 16 Uhr tätig sind, bestätigen. So zum Beispiel Sebastian Ernst, 20 Jahre jung, aus Balduinstein. Er möchte gerne Lehrer werden, und hält das FSJ für eine sinnvolle und lohnenswerte Vorbereitungszeit.
Apropos lohnenswert: Als Freiwilliger erhält ein FSJler ein monatliches Taschengeld in Höhe von 320 Euro. Zudem wird das FSJ in der Ganztagsschule als Praxisteil bei der Erlangung der Fachhochschulreife anerkannt. Sebastian hat im ersten Halbjahr die Schülerzeitungs-AG geleitet. Oder Corinna Schmidt aus Hahnstätten, 19 Jahre jung. Sie möchte Sozialpädagogik studieren und genießt ihre derzeitige Tätigkeit. Sie leitet gemeinsam mit Sebastian die Schülerzeitungs-AG und sorgt mit ihm dafür, dass in der Mensa die Klassenreihenfolge eingehalten wird, dass sich die Kinder entsprechend ihrer Essenswahl anstellen und dass die Tische anschließend abgewischt werden. Außerdem betreut sie Schüler bei den Hausaufgaben. Übrigens: Corinna und Sebastian haben gemeinsam im Sommer vergangenen Jahres das Abitur in der Fachrichtung Umwelttechnik an der Nicolaus-August-Otto-Schule erworben.
Sie haben beide großen Spaß an dieser Tätigkeit, die mit Beginn der Sommerferien endet, und empfehlen anderen jungen Leuten, nach der Schulzeit ein FSJ zu absolvieren.
Innerhalb dieses Jahres nehmen die jungen Leute an 25 Bildungstagen teil mit hochinteressanten pädagogischen Themen wie zum Beispiel Sexual- oder Medienpädagogik, Rhetorik und konfrontative Pädagogik. Keine Frage, das ist eine sinnvolle Ergänzung zur schulischen Ausbildung.
Wer Interesse hat: Junge, engagierte Menschen im Alter von 16 bis 26 Jahren können sich an der Theodissa Realschule plus, beginnend zum neuen Schuljahr für ein freiwilliges soziales Jahr (Beginn ist am 1. August) bewerben. Bewerbungsschluss ist am Donnerstag, 15. März.nnp



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