Erster Spatenstich für die Kita

Im Frühjahr 2013 sollen die Kinder einziehen – Investition: 1,2 Millionen Euro

Erster Spatenstich bei klirrender Kälte: Da muss man sich zu helfen wissen, wenn es darum geht, gefrorene Erde für das obligatorische Erinnerungsfoto in die Höhe zu befördern. Nun, solange Blumenerde in Säcken zur Verfügung steht, ist auch das kein Problem. Am Kindergarten an der Lehmgrube gab es zu den vier neuen Spaten auch ein kurz zuvor aufgeschütteter Haufen Erde.

Hünfelden-Neesbach. Vor Vertretern der gemeindlichen Gremien, Mitgliedern des Fördervereins und einigen Eltern betätigten sich Hildegard Pfaff, Silvia Scheu-Menzer, Ortsvorsteher Helmut Ott und Kindergartenleiterin Anita Dörner als "Spatenstecher" (von links). Foto: wu Dick vermummt mit Mantel, Schal und Mütze, meistens nur ein "Sehschlitz" frei, nahmen die Gäste des Ersten Spatenstichs auf dem Außengelände des Kindergarten die "gerafften" Ausführungen (wegen der Kälte) von Bürgermeisterin Silvia Scheu-Menzer zur Kenntnis. Danach hatte sich im Laufe der Jahre erheblicher Sanierungsbedarf am Kindergarten eingestellt. Das Gebäude, das 1952 erbaut wurde und dessen zwei Räume als Schule dienten, war nach dem Bau der Freiherr-vom-Stein-Schule Dauborn in 1972 entbehrlich geworden, es wurde zunächst als Vereinsheim der Ortsvereine und Jugendraum genutzt.

Im Jahre 1991 zog dann der Kindergarten ein, der aktuell 32 Kinder aus Hünfelden, vornehmlich Neesbach und Dauborn, betreut. Der Kindergarten besteht aus zwei Gruppen, die Hasen- (Drei- bis Vierjährige) und die Pferdegruppe (Fünf- bis Sechsjährige). Außerdem werden "Minis" (unter drei Jahren) betreut. Aufgenommen werden derzeit Kinder ab zwei Jahren.

Das Anfang der 50er Jahre erbaute Gebäude ist besonders in energetischer Hinsicht sanierungsbedürftig und weist einige baulichen Mängel auf. Auch ist die Innenausstattung des Gebäudes veraltet, besonders Sanitär- und Küchenbereich schreien nach Modernisierung. Aufgrund der regelmäßigen Bedarfsplanungen, Erfahrungen aus stetigen Anpassungen der Kinderbetreuungsangebote in der Gemeinde sowie die zentralen Lage am Standort Neesbach stellte sich die Sanierung des "Altbestandes" als die optimalste Lösung heraus. Doch gerade für Planungen gilt, dass diese auch vorausschauend sein, also den Erfordernissen der Zukunft entsprechen müssen. So wurde neben der äußeren und inneren Sanierung des bestehenden Gebäudes (Fassadendämmung, Fenster- und Dacherneuerung, Modernisierung und teilweiser Umbau der Innenräume) ein Anbau auf des Kindergartens nordöstlicher Seite zur Einrichtung einer zweigruppigen Kinderkrippe mit Gruppenräumen, angegliederten Wasch-, Wickel- und Schlafräumen, Küche, Essbereich sowie eines großen Turn- und Bewegungsraumes (Nutzung durch Krippe und Kindergarten) und Personalräumen im Untergeschoss geplant und zu bauen beschlossen. Außerdem soll eine U-3-gerechte Außenspielfläche auf dem Grundstück entstehen.

Anbau und Sanierung

Durch die neben dem Krippenanbau geplante Sanierung des Bestandsgebäudes sollen übrigens die Voraussetzungen geschaffen werden, auch künftig – von alsbaldigem Bedarf kann ausgegangen werden – eine weitere Tagesstättenbetreuung in Hünfelden – zu den Bestehenden in Kirberg und Dauborn– anbieten zu können.

Mit Erteilung der Baugenehmigung durch das Kreisbauamt Limburg-Weilburg, so die Bürgermeisterin, wird nach dem Nachreichen letzter Unterlagen in Kürze gerechnet. Und mit dem symbolischen Spatenstich soll nun der Weg frei gemacht werden für den Beginn der Bauarbeiten. Zu dem zweckbestimmten Zuschuss für die Errichtung der Kinderkrippe von 300 000 Euro merkte Hildegard Pfaff kritisch an, Bund und Land sollten sich nicht darauf beschränken, den Kindergärten Investitionsbeihilfen zu geben, sondern sie auch bei den Personal- und Sachkosten nicht im Regen stehen lassen. wu

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