Klicken Sie aufs Bild, um über eine Karte zu Meldungen Ihrer Region zu gelangen.
Preiswürdiger Denkmalschutz
Das alte Gymnasium hat den Hessischen Denkmalschutzpreis bekommen
Ein würdiger Ort für eine Preisverleihung: Im alten Gymnasium wurden acht Bürgerinitiativen, Privatpersonen und Körperschaften mit dem Hessischen Denkmalschutzpreis ausgezeichnet. Ein Preisträger ist das Gymnasium selbst.
Limburg. ![]()
Ausgezeichnet: Landrat Manfred Michel (Zweiter von links) nahm den Denkmalschutzpreis von Professor Dr. Gerd Weiß (links) Staatsministerin Eva Kühne-Hörmann und Dr. Heinz-Georg Sundermann, Geschäftsführer von der Lotterie-Treuhandgesellschaft mbH Hessen, entgegen. Foto: BraunDas alte Gymnasium strahlt in frischem Glanz – und dafür wurde es ausgezeichnet: mit dem Denkmalschutzpreis des Landes Hessen. Mit der Auszeichnung werde die "vorbildliche Sanierung und sinnvolle Wiedernutzung" des 1905 erbauten Schulgebäudes belohnt, sagte Professor Dr. Gerd Weiß, Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen, bei der Preisverleihung.
Das alte Gymnasium sei neben dem Rathaus der größte und bedeutendste Bau des späten Historismus in Limburg, sagte Weiß und lobte den Landkreis als Bauherrn dafür, dass "die richtigen Entscheidungen" gefällt wurden. Sonst wären nicht kurzfristig die Arbeiten gestoppt und neu geplant worden, um damit "historische und denkmalpflegerisch wertvolle Befunde der Nachwelt zu erhalten".
Das Geld für die Sanierung seien "vernünftig angelegte Haushaltsmittel für ein historisches Bauwerk", sagte Landrat Manfred Michel. Er nahm den Preis, stellvertretend für den Kreis Limburg-Weilburg als Bauträger, entgegen und betonte, dass das Ergebnis ein Verdienst vieler sei, unter anderem des Teams des Architekturbüros Axel Schmitt: "Sie waren Tag und Nacht an der Baustelle und haben es mit viel Liebe geschafft, dass die ursprüngliche Bausubstanz wiederhergestellt werden konnte." Im alten Gymnasium wurden unter anderem in der ehemaligen Aula, die mit drei nachträglich eingebauten Klassenräumen bis zur Unkenntlichkeit verbaut worden war, Holzbalkendecken und Trennwände entfernt, um die ursprüngliche Gestaltung wiederherzustellen. Die Gänge wurden mit farbigen Fliesen und farbiger Bemalung ebenfalls so gestaltet, wie es ursprünglich gedacht war. Das Ergebnis sei ein denkmalgerecht saniertes und historisches Schulgebäude, "das von den hier Lehrenden und Lernenden als etwas ganz Besonderes empfunden und akzeptiert wird", sagte Weiß.
"Die Sanierung von alten Gebäuden und Liegenschaften ist und bleibt ein Dauerbrenner", sagte Staatsministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, die dafür plädierte, Denkmalschutz zum Schulstoff zu machen. Damit solle "am praktischen Beispiel" dafür geworben werden, dass Denkmalschutz keine theoretische Angelegenheit bleibe. Denn der Denkmalschutz sorge dafür, dass den Orten "ein Stück Geschichte wiedergegeben wird". Dafür stehe beispielhaft auch das alte Gymnasium in Limburg.
42 Bewerber
Insgesamt 42 Bewerbungen musste sich die Jury des Denkmalschutzpreises in diesem Jahr anschauen. Der Preis wird seit inzwischen 26 Jahren von der Lotterie-Treuhandgesellschaft mbH Hessen ausgelobt. Neben dem jährlichen Preisgeld von insgesamt 15 000 Euro fließen die Gesamterlöse der Sofortlotterie von Lotto Hessen in die hessische Denkmalpflege. Allein im vergangenen Jahr wurden mehr als 1,2 Millionen Euro ausgeschüttet.
Weitere Preisträger kommen in diesem Jahr aus den Landkreisen Fulda, Gießen, Kassel, Marburg-Biedenkopf, dem Main-Taunus-Kreis, dem Wetteraukreis und aus Groß-Gerau.bra



Umfassend über den Lieblingsverein informieren lassen. Gratis. Und bequem per Mail.
Folge uns unter